Donnerstag, 11. Juli 2013

Open access to detention centres for civil society organisations and journalists




We call on the governments of member states and on the institutions of the EU to act in order that ensure that civil society and the press have access todetention centres;

We also call on MPs and MEPs and those who do have access to push for improvements to national and European legislation in this field;

Finally, because the EU is increasingly 'externalising' its migratory policies, pushing non-member states to set up detention centres on their own territory to prevent migrants from entering Europe, we insist that openness and transparence should be the norm in these non-European countries too. 

www.openaccessnow.eu

Mittwoch, 10. Juli 2013

Afrikanische Königsfamilien gefangen in Schönbrunn?

Artikel auf M-Media:


Tiergarten Schönbrunn wirbt mit dem Slogan „Meet Africa’s royal families living in Vienna“. Gemeint sind damit Löwen und Elefanten. Eine Respektlosigkeit.

Wien. Afrika und die AfrikanerInnen werden es nie los. Sie werden immer mit Tieren assoziiert. Natürlich mit wilden Tieren, die es zu zähmen gilt. In der Öffentlichkeit werden AfrikanerInnen oft “jenseits von der Zivilisation” – genauer gesagt von der westlichen Zivilisation – dargestellt. Eine FPÖ Politikerin sagte 1999 im Parlament: “Schwarzafrikaner schauen nicht nur anders aus, (…), sondern sie sind auch anders, und zwar sind sie ganz besonders aggressiv. Das liegt offensichtlich in der Natur dieser Menschen”. Dagegen protestierten damals nur die Grünen.



Auch die feinsten Königshäuser Afrikas werden auf Wiener Straßen lächerlich gemacht. Wie eine neue Kampagne des Tiergarten Schönbrunn betont: “Meet Africa´s royal families living in Vienna. Gemeint sind damit nicht Menschen sondern Tiere. Es sind afrikanische Löwen, Elefanten und Giraffen, die von Schönbrunn als Königsfamilien präsentiert werden. Meine 12 jährige Tochter kritisierte das Plakat und fragte: “Warum schreiben sie nicht Meet Africa´s royal animal families living in Vienna!?”. Das wäre präzise und unproblematisch gewesen. Aber für die Macher der Kampagne sind königliche afrikanische Familien in Wien im Tierreich anzusiedeln.

Ein No-Go mit der Queen
Die Plakate sind ein Zeichen von Mangel an Sensibilität für Menschen afrikanischer Herkunft. Man stelle sich vor es hieße nicht „Africa’s royal families“, sondern „Britain’s royal families“. Eine solche Kampagne wäre aus Respekt vor dem Königshaus Englands nicht  möglich gewesen. Was würde die Queen sagen? Was die britische Bevölkerung? Dasselbe gilt für die Niederlande oder Schweden. Aber eine Verbindung zwischen Tieren und Menschen herstellen zu wollen, scheint besonders gegenüber AfrikanerInnen ausgeprägt zu sein. Es ist respektlos und ein Zeichen von Ignoranz gegenüber der vielen afrikanischen Königshäuser, die hier auf einer beschämende Art und Weise auf Tiere reduziert worden sind.

Dear Tiergarten Schönbrunn: Africa has royal families. They definitely don’t live in a Zoo nor are they animals. That´s the point…

http://www.m-media.or.at/wp-content/uploads/2013/07/TiergatenSchoenbrunn_Werbung.jpg 

 

Montag, 1. Juli 2013

Video-Clips mit Abgeschobenen

In den folgenden Interviews berichten Abgeschobenen aus Österreich und Deutschland zunächst von den Hintergründen ihrer Flucht, sodann von ihren Erfahrungen in Europa und schließlich darüber, wie es ihnen während und nach ihrer Abschiebung ergangen ist.

Eine Weiterverbreitung der Clips ist sehr erwünscht, zudem sei darauf hingewiesen, dass es ab Ende September eine längere Doku mit diesen und weiteren Zeugenaussagen geben wird.

a) Interview mit einem nach Nigeria Abgeschobenen (englisch/deutsch):



b) Interview mit einem nach Togo Abgeschobenen I (französisch/englisch):



c) Interview mit einem nach Togo Abgeschobenen II (französisch/englisch):