Donnerstag, 7. März 2013

Lend Your Leg


LANDMINEN – ZAHLEN UND FAKTEN
 
Im Jahr 2011 wurden 4.286 neue Opfer von Landminen und Blindgängern registriert, wobei die Dunkelziffer hier erfahrungsgemäß hoch ist. Insgesamt kann man sagen, dass weltweit etwa alle zwei Stunden ein Opfer von Landminen und explosiven Kampfmittelrückständen zu beklagen ist. Der beständige Rückgang der jährlichen Unfallraten in Ländern, die von Anti-Personen Minen am meisten betroffen sind, wie Afghanistan und Kambodscha, wurde durch Anstiege in Ländern mit neuen oder schärferen Konflikten, wie Libyen, Pakistan, Sudan, Süd-Sudan und Syrien, aufgehoben. Über 40% der Opfer sind Kinder.

Schätzungen zufolge gibt es insgesamt mehr als 500.000 Überlebende von Landminenunfällen, die auf lebenslange Hilfe angewiesen sind. Die von den Vertragsstaaten bereitgestellten finanziellen Mittel werden den schwerwiegenden Herausforderungen jedoch nicht gerecht: 2011 wurden die finanziellen Hilfsmittel für Opfer um nahezu ein Drittel gekürzt und befinden sich nun auf ihrem niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Landminen-Bericht 2007. Insgesamt gaben die Staaten nur 23 Mio. Euro aus, um die 500.000 Überlebenden sowie ihre Familien und ihr Umfeld zu unterstützen. 

Noch immer sind bis zu 78 Länder und Hoheitsgebiete von Landminen und Kampfmittelrückständen verseucht: davon sind 59 Staaten sowie sechs Gebiete stärker betroffen und 13 weitere Staaten melden entweder eine vermutete oder restliche Kontamination. In einigen Ländern ist der Anteil der Kinder an den Minenopfern besorgniserregend hoch. Kenia, Uganda und der Jemen, wo der Anteil bei 90% liegt, sind die traurigen Spitzenreiter, dicht gefolgt von Libyen und Afghanistan (über 60%) sowie von Laos (58%). Seitdem die Ottawa-Konvention 1999 in Kraft getreten ist, sind jedes Jahr mehr als 1.000 Kinder diesen Waffen zum Opfer gefallen. Die Bedürfnisse von Kindern sind größer als die von Erwachsenen. Wegen ihres Wachstums müssen ihre Prothesen regelmäßig angepasst werden.

Die Kampagne
 

Mario Galla, Model

Ulrike Folkerts, Schauspielerin

 
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Vom 1. März bis zum 4. April zeigen Menschen weltweit auf Fotos mit einem hochgeschlagenem Hosenbein ihre Solidarität mit Opfern von Minen und Streumunition und fordern von den USA und allen anderen noch fehlenden Nationen den Beitritt zum internationalen Minenverbot.

Hier der Link zur Homepage.

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