Montag, 10. September 2012

Coffee to Go - Mit dem Geschmack der Vertreibung

2001 wurden im ugandischen Bezirk Mubende über 2000 Menschen aus ihren Dörfern vertrieben. Ihre Häuser wurden zerstört, ihr Eigentum geplündert. Die Täter waren keine Banditen oder Rebellen, sondern Einheiten der ugandischen Armee, welche mehrere Dörfer  auf Befehl der ugandischen Regierung mit äußerst brutaler Gewalt räumten. Anlass für die Vertreibung war die Errichtung einer Kaffeeplantage. Dieses von der Regierung geförderte Großprojekt wurde von Kaweri Coffee Plantation Ltd., einer Tochterfirma der deutschen Neumann Kaffee Gruppe (NKG), aufgezogen und sollte als Entwicklungsmotor einer entlegenen und strukturschwachen Region dienen. Den vertriebenen BewohnerInnen wurde keine Entschädigung für den Verlust ihrer Existenzgrundlage gewährt.


Bis heute versuchen die Enteigneten auf politischen und juristischen Wegen ihr Recht auf Land geltend zu machen. Dabei wirkt FIAN unterstützend mit, damit die begangenen Menschenrechtsverletzungen geahndet, die Opfer angemessen entschädigt und das Recht auf Nahrung durchgesetzt werden.

Zehn Jahre nach der Vertreibung rief FIAN einmal mehr dazu auf, die Straflosigkeit zu beenden und die Betroffenen angemessen zu entschädigen. In Österreich machte FIAN am 19.11.2011 im Rahmen des Nyeleni-Europe Forums mit einer Straßenaktion auf diese Unrechtssituation aufmerksam.

(Quelle: fian.at)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen