Montag, 13. August 2012

Crowdsourcing Resistance

Heute möchte ich einen Webseite namens crowdsourcing resistance vorstellen. Auf dieser Seite werden ernste, lustige, aber vor allem befreiende Erfahrungen des alltäglichen Widerstands geteilt. Aufmerksam geworden bin ich auf die Seite durch einen Artikel von jetzt.de der Südeutschen Zeitung: Die Ignoranz. Das Weghören und das Wegsehen. Fünf Protokolle über erlebten Alltagsrassismus in Deutschland.

Auf crowdsourcing resistance ist folgende Einleitung zu lesen:
Wo es Unterdrückung gibt, da gibt es Widerstand - teile Deinen! Rassismus, Sexismus, Ableismus etc äußern sich in giftigen Ausbrüchen von alltäglicher Gewalt. Ob Mikro- oder Makroaggression, ob eine Beleidigung, strukturelle Gewalt oder körperliche Angriffe, wir finden unzählige Wege, unsere Würde durch Widerstand zu behaupten. Teile Deine Erfahrungen, die bewussten Entscheidungen, die Du getroffen hast, um selbstbestimmt handeln zu können. Ob Du widersprochen hast, zurückgeschlagen hast oder die Aggressor_innen ignoriert hast - Dein Widerstand wird andere inspirieren und ermächtigen.
Was Du hier teilst, erweitert Wahlmöglichkeiten und macht eine neue Freiheit erfahrbar - mit jeder geteilten Widerstandgeschichte ein wenig mehr.
Einen Erfahrungsbericht möchte ich auch hier teilen:
"Morgens in der Regionalbahn durch den Osten trifft man ja öfter mal auf freilaufende Rechtsradikale. Dieses Exemplar war in Thor-Steinar-Klamotten gekleidet, fuhr zur Arbeit und hatte einen Sitzplatz neben sich frei. Mit strahlendem Lächeln setzte ich mich ohne Wort genau neben ihn und missachtete seine persönliche Wohlfühldistanz. Aus irgendeinem Grund finden sie das ganz schrecklich. Wir verbrachten ca. 20 min. miteinander und ich erfreute mich an den Nöten, die eine solche physische Nähe zu einem Schwarzen ihm brachte."


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