Freitag, 17. Februar 2012

Werbewatchgroup in Wien

Nach Graz und Salzburg gibt es nun auch endlich in Wien eine Werbewatchgroup gegen sexistische Werbung.


Sexistische Werbung ist derzeit in Österreich bis auf wenige Ausnahmen nicht gesetzlich geregelt. Ausnahmen sind z.B. das Pornographiegesetz, das Verbot geschlechterdiskriminierender „audiovisueller Kommunikation“ im Bundesgesetz über audiovisuelle Mediendienste (AMD-G) und das Verbot geschlechterdiskriminierender „kommerzieller Kommunikation“ im Bundesgesetz über den Österreichischen Rundfunk (ORF-G).
(Quelle: www.werbewatchgroup-wien.at)

Was ist sexistische Werbung?

Auf der Homepage werden positive und negative Beispiele angeführt:


positiv: Das Produkt bewirbt sich selbst



negativ: Frau in sexualisierter Funktion als Blickfang


Der Werberat veröffentlichte vor kurzem, dass im vergangenen Jahr Sexismus als häufigster Beschwerdegrund genannt wurde. Gesetzliche Regelungen wären ein Lösung, doch diese sind anscheinend nicht so einfach zu machen: Anträge von Frauenpolitikerinnen werden immer wieder abgelehnt.

Bericht auf dieStandard.at über Beschwerdegründe 2011.
Bericht auf dieStandard.at: Warum Sexismus nicht einfach verbieten?
Statistik des Werberats
Aktuelle Beschwerden (Werberat)
dieStandard Zitronen

Auch auf der Seite der Werbewatchgroup in Wien gibt es ein Beschwerdeformular, sexistische Werbungen aller Art können dort gemeldet werden (Plakat, Zeitung, Tv-Spot, YouTube-Video, Kinospot,...). Bewertet werden nur Werbungen, die im Raum Wien zugänglich sind.

"Frauen müssen in Wien selbstbestimmt und frei von sexistischer Werbung leben können." (Sandra Frauenberger, Stadträtin Wien)


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