Dienstag, 21. Februar 2012

Tag der Muttersprache

UNESCO warnt vor Verschwinden von 3.000 Sprachen

Fast die Hälfte der 6.000 weltweit gesprochenen Sprachen ist nach Einschätzung der UNESCO vom Verschwinden bedroht. Alle zwei Wochen gehe eine Sprache verloren, teilte die Deutsche UNESCO-Kommission in Bonn mit. Am Dienstag (21. Februar), begeht die UNO-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur den Internationalen Tag der Muttersprache.

In diesem Jahr liegt der Fokus auf muttersprachlichem Unterricht. Länder sollen ermutigt werden, Bildungsangebote und Schulunterricht in den jeweiligen Muttersprachen zu unterstützen.

Seit dem Jahr 2000 ist der Internationale Tag der Muttersprache ein Welttag zur Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit. Die UNESCO hat einen Atlas der bedrohten Sprachen erstellt, der gegenwärtig 2.474 Sprachen nach Name, Bedrohungsgrad und Region auflistet. Darunter befinden sich auch 230 Sprachen, die seit 1950 verschwunden sind. Der Atlas wird wöchentlich aktualisiert.

Dass Sprachen gefährdet sind, hat vielfältige Gründe. Krieg, Vertreibung und Stigmatisierung gehören ebenso dazu wie Migration und Vermischung. Auch neue Informationsmedien begünstigen den weltweiten Einfluss einzelner Sprachen, insbesondere des Englischen. Ein wichtiger Faktor zur Stärkung gefährdeter Sprachen ist eine positive Einstellung zur eigenen Muttersprache.

(Quelle: APA)

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