Montag, 27. Februar 2012

FrauenFilmTage 2012

Vom 1. - 8. März finden in Wien wieder die FrauenFilmTage statt. Das Festival bietet seit neun Jahren eine Plattform für Filmemacherinnen aus der ganzen Welt, die ihre Arbeiten einem filmbegeisterten Publikum in Österreich präsentieren wollen. Jährlich zum Internationalen Frauentag stehen eine Woche lang die Frauen vor und hinter der Kamera im Mittelpunkt. Mehr Informationen: www.frauenfilmtage.at


Eröffnungsfilm: Where do we go now (2011)
Nadine Labakis neuer Film erzählt die Geschichte einer Gruppe libanesischer Frauen, die ihr von Landminen umgebenes Dorf vor den aufkeimenden Spannungen zwischen Christen und Muslimen schützen wollen und dabei auch vor unkonventionellen Mitteln nicht zurückschrecken. Viele Tote hat der Krieg bereits gefordert und mehr sollen es nach dem Willen der Frauen nicht werden. Nadine Labaki, bekannt durch ihren Film Caramel, versteht es mit viel Witz und Humor die schwierigen Verhältnisse in ihrer Heimat humorvoll zu verpacken.


2. März:
- Drei Frauen für Toni (2010)
- Blue Moon (2002)
- Just do it (2011) "green action"

„Just Do It“ ist ein mitreißender Dokumentarfilm über die Arbeit von UmweltaktivistInnen. Über den Lauf eines Jahres hat die Regisseurin Emily James verschiedene AktivistInnen durch sämtliche Höhen und Tiefen begleitet. So erfährt man, wie ein Kraftwerk am besten besetzt wird, welche Rechte verhafteten Protestierenden zustehen und dass partizipatorische Entscheidungsfindungen ihre Tücken haben.

3. März:
- Gangster Girl (2008)
- We need to talk about Kevin (2011)
- VIS-Kurzfilmprogramm

4. März:
- Amador (2010)
- Tagaus, tagein (2011)
- Liebesgrüße aus den Kolonien (2011)

Die Tochter eines belgischen Kolonialbeamten und einer ruandischen Frau, Susanne wurde 1926 geboren. Im Alter von 4 Jahren wurde sie von ihrem Vater von Afrika nach Europa gebracht, damit sie eine gute Bildung erhält. Sie ist, so sahen es die Leute in der Kolonialzeit, „eine Mulattin, die vor dem Negerschicksal gerettet wurde.“

Auf einem Familienfoto entdeckt die Regisseurin ihre farbige Tante, von der bisher sie nichts wusste. Der Film bricht das Schweigen über Susannes Geburt und Existenz in der Familie und begibt sich dabei tief in die Geschichte des Kolonialismus im Kongo und in Ruanda.

Nathalie Borgers, bekannt durch ihre Filme „Kronenzeitung: Tag für Tag ein Boulevardstück“ und „Frauenkarawane“ präsentiert im Rahmen der FrauenFilmTage 2012 ihren neuen Film als Österreichpremiere!

5. März:
- Silent Snow (2011)
- Revanche (2008)
- Sarabah (2011)

Die Rapperin und Aktivistin, Sister Fa ist für junge Frauen im Senegal eine Heldin und eine unerschrockene Kämpferinfür soziale Veränderungen. Als Kind selbst Opfer von Genitalverstümmelung entschloss sie sich ihre Musik und Kraft zu nutzen, dass diese Verstümmelung nicht mehr durchgeführt wird. Der Film begleitet die leidenschaftliche und kreative Künstlerin in ihrem Heimatland.

6.März:
- Postadresse: 2640 Schlöglmühl (1990)
- Ich heiße Ki (2011)
- Sharayet - eine Liebe in Teheran (2011)

In der Öffentlichkeit passen sich die beiden Jugendlichen Atafeh und Shirin den strengen Regeln des öffentlichen Lebens in Teheran an, doch im Untergrund treffen sie sich mit anderen Jugendlichen auf geheimen Partys. Bisher bildete auch Atafehs liberale Familie einen Schutz gegen die Moralpolizei und ihre rigiden Vorschriften. Doch als ihr Bruder Mehran nach einem Drogenentzug zurückkehrt und seinen Halt mehr und mehr im religiösen Fundamentalismus findet, wächst der Druck auf die gesamte Familie. Atafehs Lebensstil wird von Mehran stark kritisiert und bald merkt er, dass sie und Shirin mehr als nur gute Freundinnen sind ...
In Kooperation mit Amnesty International

7. März:
- Seed Warriors (2010) "green action"
- Lourdes (2009)
- adopted (2010)

Eine dokumentarische Utopie eines ungewöhnlichen kulturellen Austauschs. Afrikanische Großfamilien adoptieren europäische Erwachsene, die von ihren Familien entfremdet sind. Die Großfamilien in Ghana warten bereits mit Spannung auf die bevorstehende Zusammenführung mit ihren neuen Familienmitgliedern.

Der Film folgt drei EuropäerInnen, die durch die Organisation ADOPTED nach Ghana vermittelt wurden, erzählt von ihren Erwartungen, dem Prozess der Annäherung und von (un)vermeidbaren Missverständnissen.

8. März:
- Hüllen (2010)
- The Look - Charlotte Rampling (2011)
- The naked Option (2011) "green action"

Hinter diesem ungewöhnlichen Filmtitel verbirgt sich ein spannender Dokumentarfilm über Widerstandskämpferinnen im Nigerdelta. „The Naked Option“ erzählt über die Auswirkungen der Umweltverschmutzung durch die Ölproduktion in einer Region, in der Umweltauflagen ignoriert werden und die lokale Bevölkerung in keiner Weise von dem Reichtum profitiert. Die Regisseurin begleitet Aktivistinnen wie Emem Okon, die auf dem Grassrootslevel das Empowerment der Frauen vorantreiben und sie über ihre Rechte aufklären.

Die solcherart gestärkten Frauen besetzen die Produktionsgelände und drohen als letztes Ressort ein kulturelles Tabu zu brechen – nämlich sich in der Öffentlichkeit auszuziehen – um den Ernst ihrer Lage zu verdeutlichen und ihre Forderungen durchzusetzen.

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