Dienstag, 28. Februar 2012

Sprachstreik

1. März Transnationaler MigrantInnenstreik
Für gleiche Rechte! Gegen Rassismus!


Am 1. März sprechen wir Sprachstreik!

Let´s Sprachstreik the one-language-show down!

Österreich ist ein EIN-WAN-DER-UNGS-LAND, fashtest me?!


Wir sprechen gerechtisch, lustisch, politisch und kämpfisch. Rozumiješ mi?


Wir lassen uns nicht eindeutschen. Wir sind hier und reden mehrsprachig! Auf der Straße mit Slang und eigenem Akzent, in der Arbeit gscheit, in der Schule gleich in mehreren Sprachen und wie wir es für angebracht halten, wie es uns passt. Weil es unser Recht ist und unsere Freude, und weil Sprache das Mittel ist, mit dem wir uns zur Wehr setzen!

Programm: www.1maerz-streik.net

Montag, 27. Februar 2012

FrauenFilmTage 2012

Vom 1. - 8. März finden in Wien wieder die FrauenFilmTage statt. Das Festival bietet seit neun Jahren eine Plattform für Filmemacherinnen aus der ganzen Welt, die ihre Arbeiten einem filmbegeisterten Publikum in Österreich präsentieren wollen. Jährlich zum Internationalen Frauentag stehen eine Woche lang die Frauen vor und hinter der Kamera im Mittelpunkt. Mehr Informationen: www.frauenfilmtage.at


Eröffnungsfilm: Where do we go now (2011)
Nadine Labakis neuer Film erzählt die Geschichte einer Gruppe libanesischer Frauen, die ihr von Landminen umgebenes Dorf vor den aufkeimenden Spannungen zwischen Christen und Muslimen schützen wollen und dabei auch vor unkonventionellen Mitteln nicht zurückschrecken. Viele Tote hat der Krieg bereits gefordert und mehr sollen es nach dem Willen der Frauen nicht werden. Nadine Labaki, bekannt durch ihren Film Caramel, versteht es mit viel Witz und Humor die schwierigen Verhältnisse in ihrer Heimat humorvoll zu verpacken.


2. März:
- Drei Frauen für Toni (2010)
- Blue Moon (2002)
- Just do it (2011) "green action"

„Just Do It“ ist ein mitreißender Dokumentarfilm über die Arbeit von UmweltaktivistInnen. Über den Lauf eines Jahres hat die Regisseurin Emily James verschiedene AktivistInnen durch sämtliche Höhen und Tiefen begleitet. So erfährt man, wie ein Kraftwerk am besten besetzt wird, welche Rechte verhafteten Protestierenden zustehen und dass partizipatorische Entscheidungsfindungen ihre Tücken haben.

3. März:
- Gangster Girl (2008)
- We need to talk about Kevin (2011)
- VIS-Kurzfilmprogramm

4. März:
- Amador (2010)
- Tagaus, tagein (2011)
- Liebesgrüße aus den Kolonien (2011)

Die Tochter eines belgischen Kolonialbeamten und einer ruandischen Frau, Susanne wurde 1926 geboren. Im Alter von 4 Jahren wurde sie von ihrem Vater von Afrika nach Europa gebracht, damit sie eine gute Bildung erhält. Sie ist, so sahen es die Leute in der Kolonialzeit, „eine Mulattin, die vor dem Negerschicksal gerettet wurde.“

Auf einem Familienfoto entdeckt die Regisseurin ihre farbige Tante, von der bisher sie nichts wusste. Der Film bricht das Schweigen über Susannes Geburt und Existenz in der Familie und begibt sich dabei tief in die Geschichte des Kolonialismus im Kongo und in Ruanda.

Nathalie Borgers, bekannt durch ihre Filme „Kronenzeitung: Tag für Tag ein Boulevardstück“ und „Frauenkarawane“ präsentiert im Rahmen der FrauenFilmTage 2012 ihren neuen Film als Österreichpremiere!

5. März:
- Silent Snow (2011)
- Revanche (2008)
- Sarabah (2011)

Die Rapperin und Aktivistin, Sister Fa ist für junge Frauen im Senegal eine Heldin und eine unerschrockene Kämpferinfür soziale Veränderungen. Als Kind selbst Opfer von Genitalverstümmelung entschloss sie sich ihre Musik und Kraft zu nutzen, dass diese Verstümmelung nicht mehr durchgeführt wird. Der Film begleitet die leidenschaftliche und kreative Künstlerin in ihrem Heimatland.

6.März:
- Postadresse: 2640 Schlöglmühl (1990)
- Ich heiße Ki (2011)
- Sharayet - eine Liebe in Teheran (2011)

In der Öffentlichkeit passen sich die beiden Jugendlichen Atafeh und Shirin den strengen Regeln des öffentlichen Lebens in Teheran an, doch im Untergrund treffen sie sich mit anderen Jugendlichen auf geheimen Partys. Bisher bildete auch Atafehs liberale Familie einen Schutz gegen die Moralpolizei und ihre rigiden Vorschriften. Doch als ihr Bruder Mehran nach einem Drogenentzug zurückkehrt und seinen Halt mehr und mehr im religiösen Fundamentalismus findet, wächst der Druck auf die gesamte Familie. Atafehs Lebensstil wird von Mehran stark kritisiert und bald merkt er, dass sie und Shirin mehr als nur gute Freundinnen sind ...
In Kooperation mit Amnesty International

7. März:
- Seed Warriors (2010) "green action"
- Lourdes (2009)
- adopted (2010)

Eine dokumentarische Utopie eines ungewöhnlichen kulturellen Austauschs. Afrikanische Großfamilien adoptieren europäische Erwachsene, die von ihren Familien entfremdet sind. Die Großfamilien in Ghana warten bereits mit Spannung auf die bevorstehende Zusammenführung mit ihren neuen Familienmitgliedern.

Der Film folgt drei EuropäerInnen, die durch die Organisation ADOPTED nach Ghana vermittelt wurden, erzählt von ihren Erwartungen, dem Prozess der Annäherung und von (un)vermeidbaren Missverständnissen.

8. März:
- Hüllen (2010)
- The Look - Charlotte Rampling (2011)
- The naked Option (2011) "green action"

Hinter diesem ungewöhnlichen Filmtitel verbirgt sich ein spannender Dokumentarfilm über Widerstandskämpferinnen im Nigerdelta. „The Naked Option“ erzählt über die Auswirkungen der Umweltverschmutzung durch die Ölproduktion in einer Region, in der Umweltauflagen ignoriert werden und die lokale Bevölkerung in keiner Weise von dem Reichtum profitiert. Die Regisseurin begleitet Aktivistinnen wie Emem Okon, die auf dem Grassrootslevel das Empowerment der Frauen vorantreiben und sie über ihre Rechte aufklären.

Die solcherart gestärkten Frauen besetzen die Produktionsgelände und drohen als letztes Ressort ein kulturelles Tabu zu brechen – nämlich sich in der Öffentlichkeit auszuziehen – um den Ernst ihrer Lage zu verdeutlichen und ihre Forderungen durchzusetzen.

Mittwoch, 22. Februar 2012

Polizeigewalt in Spanien gegen SchülerInnen

Seit 15. Februar kommt es in der spanischen Stadt Valencia zu Demonstrationen von SchülerInnen und StudentInnen gegen Kürzungen im Bereich öffentliche Bildung. So können zum Beispiel Schulen teilweise nicht mehr beheizt werden. Bei den Protesten kam es zu ungerechtfertigter Polizeigewalt, worauf es weitere Demonstrationen gegen die brutalen Polizeiübergriffe gab. Es kam zu Festnahmen auch von Minderjährigen.

Hier ein ausführlicher Bericht mit Fotos und weiteren Videos.



Ansichtssache auf derStandard.at

Videobericht auf Spiegel Online

Bericht auf Welt Online

Dienstag, 21. Februar 2012

Tag der Muttersprache

UNESCO warnt vor Verschwinden von 3.000 Sprachen

Fast die Hälfte der 6.000 weltweit gesprochenen Sprachen ist nach Einschätzung der UNESCO vom Verschwinden bedroht. Alle zwei Wochen gehe eine Sprache verloren, teilte die Deutsche UNESCO-Kommission in Bonn mit. Am Dienstag (21. Februar), begeht die UNO-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur den Internationalen Tag der Muttersprache.

In diesem Jahr liegt der Fokus auf muttersprachlichem Unterricht. Länder sollen ermutigt werden, Bildungsangebote und Schulunterricht in den jeweiligen Muttersprachen zu unterstützen.

Seit dem Jahr 2000 ist der Internationale Tag der Muttersprache ein Welttag zur Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit. Die UNESCO hat einen Atlas der bedrohten Sprachen erstellt, der gegenwärtig 2.474 Sprachen nach Name, Bedrohungsgrad und Region auflistet. Darunter befinden sich auch 230 Sprachen, die seit 1950 verschwunden sind. Der Atlas wird wöchentlich aktualisiert.

Dass Sprachen gefährdet sind, hat vielfältige Gründe. Krieg, Vertreibung und Stigmatisierung gehören ebenso dazu wie Migration und Vermischung. Auch neue Informationsmedien begünstigen den weltweiten Einfluss einzelner Sprachen, insbesondere des Englischen. Ein wichtiger Faktor zur Stärkung gefährdeter Sprachen ist eine positive Einstellung zur eigenen Muttersprache.

(Quelle: APA)

Sonntag, 19. Februar 2012

EU-Freihandelsvertrag bedroht Regenwälder

Unterschriftenaktion von "Rettete den Regenwald":

Eigentlich sollte das Freihandels-abkommen zwischen der Europäischen Union und der Andengemeinschaft entstehen. Von den ursprünglich fünf Ländern sind allerdings nur noch Peru und Kolumbien übrig geblieben. Venezuela, Bolivien und Ecuador betrachteten die Forderungen der EU als bedrohlich, vor allem für die eigene Landwirtschaft. Gegen die hochsubventionierten und daher billigen Agrarprodukte aus der EU ist die Landwirtschaft der Andenländer kaum konkurrenzfähig.

Das geplante Freihandelsabkommen zielt auf einen Umbau der landwirtschaftlichen Struktur in Kolumbien und Peru ab. Während die Kleinbauern durch Dumpingprodukte aus Europa in den Ruin getrieben werden, wird die Agroindustrie ausgebaut. Vor allem die Milchbauern der beiden südamerikanischen Staaten fürchten um ihre Zukunft. Das Abkommen verlangt von beiden Ländern die Öffnung des Milchmarktes, vor allem für billiges Milchpulver aus der EU. In Kamerun hatte dieses Milchdumping zur Folge, dass Kleinbauern pleite gingen und die Armut weiter anstieg (siehe Link). Auch Kolumbien und Peru würden in Zukunft abhängiger von Nahrungsmittelimporten aus Europa sein. Auf der anderen Seite sollen die Zölle auf Palmöl aus Kolumbien und Peru fallen, damit die EU günstig Agrotreibstoffe importieren kann.

Kolumbien ist mit 360.000 Hektar Anbaufläche der größte Palmölproduzent Südamerikas. Durch die ständig steigende Nachfrage nach Palmöl in Europa wird die Produktion ohne Rücksicht auf Mensch und Natur ausgeweitet. Rettet den Regenwald dokumentierte einen exemplarischen Fall, wo Kleinbauern durch den Konzern Daabon von ihrem Land vertrieben wurden. Auch in Peru rückt die Palmölfront weiter vor. Bisher spielte das Land auf dem Palmöl-Weltmarkt keine große Rolle. Das kann sich aber ändern, wenn Zölle in Europa für peruanisches Palmöl wegfallen. Im Regenwald Report 1/2011 berichteten wir, wie bereits jetzt tausende Hektar Regenwald in der Region San Martin für Plantagen zerstört werden. In den Schubladen des peruanischen Landwirtschaftsministeriums liegen bereits Pläne, die über 4,3 Millionen Hektar bewaldetes Gebiet als geeignet für den Anbau von Palmöl ausweisen (PDF-Datei kann auf Rettet den Regenwald.org heruntegeladen werden).


Thomas Fritz, der dass Freihandelsabkommen analysierte, kommt im Interview mit Rettet den Regenwald zu dem Ergebnis: „Das dramatische an dieser Entwicklung ist, dass die Menschenrechts- und Umweltstandards im neuen Freihandelsvertrag schwächer sind, als in dem vorherigen Handelsabkommen mit Kolumbien und Peru. Ganz wichtige Menschenrechte fehlen im Vertrag wie z.B. das Recht auf Nahrung und das Recht auf Land. Und das ist natürlich eine ganz negative Entwicklung."

Die Publikation von Thomas Fritz kann hier als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Bitte unterstützen Sie die Kampagne europäischer, peruanischer und kolumbianischer Menschenrechts- und Umweltgruppen. Schreiben Sie an die deutschen Abgeordneten des Europaparlaments sowie des Ausschusses für Internationalen Handel INTA und fordern Sie die Ablehnung des geplanten Freihandelsabkommens.

Hier gelangt man zur Online Unterschriftenaktion.

Samstag, 18. Februar 2012

Stopp Straflosigkeit – Kämpfe für das Recht auf Nahrung

Gestern hat das öffentliche online-voting des internationalen Kunst-wettbewerbs für das Recht auf Nahrung von FIAN begonnen. Auf der Homepage von FIAN steht:

"Ernährung ist die Voraussetzung menschlichen Lebens und das erste Menschenrecht, das verwirklicht werden muss!"

FIAN Österreich ist ein Informations- und Aktions-Netzwerk und setzt sich als internationale Menschenrechtsorganisation dafür ein, dass alle Menschen frei von Hunger leben und sich eigenverantwortlich ernähren können.

Weltweit haben KünstlerInnen vom 10. Dezember bis 10. Februar ihre Ideen zum Thema Straflosigkeit bei Verletzung des Menschenrechts auf Nahrung eingereicht. Jetzt kann dafür die eigene Stimme abgegebene werden:

Mit Kunst gegen Straflosigkeit!
Stopp Straflosigkeit – Kämpfe für das Recht auf Nahrung!

Es gibt eine Website für Bilder und eine Website für Videos. Die Abstimmung dauert bis 15. März 2012 - von den zehn bestbewerteten Beiträgen wird eine FIAN-Jury drei GewinnerInnen auswählen.

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Im April veranstaltet FIAN in Oberösterreich, Vorarlberg, Wien und der Steirmark Filmtage zum Thema Hunger.Macht.Profite. - nach Wien kommt die Veranstaltung vom 26. bis 29. April ins TOP Kino.

Filmtage zum Recht auf Nahrung weil…
… weltweit mehr als 1.000.000.000 (1 Milliarde von 6,9) Menschen hungert. Eine milliardenfache Verletzung des in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verbrieften Rechts jedes Menschen sich zu ernähren.

Ab Ende Februar ist das Programm auf der eigenen Homepage von Hunger.Macht.Profite. zu finden.

Sunnivah_

Freitag, 17. Februar 2012

Werbewatchgroup in Wien

Nach Graz und Salzburg gibt es nun auch endlich in Wien eine Werbewatchgroup gegen sexistische Werbung.


Sexistische Werbung ist derzeit in Österreich bis auf wenige Ausnahmen nicht gesetzlich geregelt. Ausnahmen sind z.B. das Pornographiegesetz, das Verbot geschlechterdiskriminierender „audiovisueller Kommunikation“ im Bundesgesetz über audiovisuelle Mediendienste (AMD-G) und das Verbot geschlechterdiskriminierender „kommerzieller Kommunikation“ im Bundesgesetz über den Österreichischen Rundfunk (ORF-G).
(Quelle: www.werbewatchgroup-wien.at)

Was ist sexistische Werbung?

Auf der Homepage werden positive und negative Beispiele angeführt:


positiv: Das Produkt bewirbt sich selbst



negativ: Frau in sexualisierter Funktion als Blickfang


Der Werberat veröffentlichte vor kurzem, dass im vergangenen Jahr Sexismus als häufigster Beschwerdegrund genannt wurde. Gesetzliche Regelungen wären ein Lösung, doch diese sind anscheinend nicht so einfach zu machen: Anträge von Frauenpolitikerinnen werden immer wieder abgelehnt.

Bericht auf dieStandard.at über Beschwerdegründe 2011.
Bericht auf dieStandard.at: Warum Sexismus nicht einfach verbieten?
Statistik des Werberats
Aktuelle Beschwerden (Werberat)
dieStandard Zitronen

Auch auf der Seite der Werbewatchgroup in Wien gibt es ein Beschwerdeformular, sexistische Werbungen aller Art können dort gemeldet werden (Plakat, Zeitung, Tv-Spot, YouTube-Video, Kinospot,...). Bewertet werden nur Werbungen, die im Raum Wien zugänglich sind.

"Frauen müssen in Wien selbstbestimmt und frei von sexistischer Werbung leben können." (Sandra Frauenberger, Stadträtin Wien)


Donnerstag, 16. Februar 2012

Vorschlag für Alternativdurchsagen

Auf der Homepage der Bettellobby Wien findet man einen Vorschlag für einen offenen Brief an die Wiener Linien:

Sehr geehrte Damen und Herren,

derzeit höre ich als Nutzerin des öffentlichen Verkehrs wieder verstärkt die Durchsage: „Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass Betteln und Hausieren in allen U-Bahn Anlagen verboten ist.“

Ich empfinde diese Durchsage als abstoßend.

Zum Einen: Betteln und Hausieren hat es immer gegeben, gibt es heute und wird es auch weiter geben, wenn die gesellschaftlichen Gegebenheiten derart sind, dass Chancen, Einkommen und Vermögen sehr ungleich verteilt sind. Vielleicht wußten Sie nicht, dass die Steuergesetzgebung in Österreich eine der reichenfreundlichsten ganz Europas ist und damit aktiv Vermögen von unten nach oben umverteilt.

In diesem Zusammenhang könnte man es als Innovativ Ihrerseits ansehen, wenn Sie eine Durchsage starten würden, die sich dieses Themas annimmt. Etwa: „Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass das offensive Zurschaustellen von Statussymbolen und Reichtumszeichen in allen U-Bahn Anlagen verboten ist.“
Des Weiteren: Ich bin erwachsen und mündig. Ich kann und will selbst entscheiden, ob ich einer Person, die mich um Kleingeld fragt, etwas gebe und mich damit – in kleinem Ausmaß – an einer Umverteilung in die andere Richtung beteilige. Ich ersuche Sie daher, diese Entscheidung nicht für mich zu treffen und das Verbot aufzuheben. Trauen Sie den Nutzer_innen der Wiener Linien Eigenverantwortung und Entscheidungsfähigkeit zu!

Und schließlich: Mit dem häufigen Durchsagen des Verbotes unterziehen Sie die Nutzer_innen einer Gehirnwäsche und forcieren den Ausschluß von Menschen mit geringem /keinem Einkommen und deren Art, für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Damit verbinden Sie sich mit gesellschaftlicher Entsolidarisierung und Abschottungspolitik. Diese Werte werden uns nicht in eine lebenswerte Zukunft tragen!

Ich ersuche Sie daher, die derzeitige Durchsage wieder einzustellen und freue mich, wenn Sie meinen Vorschlag für eine Alternativdurchsage aufnehmen!

mfg,

Mail an post@wienerlinien.at sowie fahrgastbeirat@wienerlinien.at schicken (cc oder bc auch an bettellobbywien@gmx.at) und abwarte auf die nächste Durchsage ;)

Sunnivah_

Freiheit

Vom Blogeintrag auf green life online inspiriert ;)



Söhne Mannheims - Freiheit (Official Video)

Echo - Deutscher Musikpreis 2012

Dienstag, 14. Februar 2012

Kongolesische Diaspora in Österreich

Demo am 15. Februar 2012 zum Sitz der Vereinten Nationen in Wien!
Treffpunkt Praterstern 11:00 Uhr!!


Schon 13 Jahre tobt in der Demokratischen Republik Kongo ein militärischer Konflikt um Rohstoffe! Dieser Krieg hat mehr als 8 Millionen Tote, meistens Zivilisten, zu beklagen!
Knapp 1.500 Frauen und Mädchen werden täglich vergewaltigt!
Kinder werden als Soldaten und Kanonenfutter eingesetzt!
Die Ressourcen des Landes werden geplündert!
Die internationale Gemeinschaft bereichert sich und schweigt zu dieser Tragödie!
Wir wollen eine andere Zukunft für die Demokratische Republik Kongo und werden ein Zeichen für den Frieden und die Rechte aller Menschen setzen!!!

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Mehr Informationen:

Geheime Deals: Über westliche Waffenhändler im Ostkongo (afrika.net 2009)
Buch: Andreas Kliem - Die Kongoverbrechen
Musik: Tres Monos
Videobeitrag (ARTE): Die Revolution der Vagina
Zahlen und Fakten über Kindersoldaten
Dokumentation (ARTE): Waffenhandel - ein Bombengeschäft
Blood in the Mobile (Video)



Sonntag, 12. Februar 2012

Fair Exploited

In der Sendung Weltjournal kam Anfang Jänner ein sehenswerter Beitrag zum Thema "Fair Trade: Das Geschäft mit dem guten Gewissen." Sobald wir das Fair Trade Siegel auf Produkten sehen, heißt das noch lange nicht, dass man sich als KonsumentIn somit zurücklehnen kann und darauf vertrauen darf. Eine ständige kritische Betrachtung ist notwendig.



"Der faire Handel ist bisweilen eine spürbare Hilfe für kleine Bauern. In vielen Fällen merken sie aber auch nichts davon. Für die Händler hingegen ist Fairtrade stets ein profitables Geschäft." Eine Reportage von Patrick A. Hafner

Stellungnahme von zotter Schokolade

Stellungnahme des Vereins Weltladen


Stellungnahme von Hartwig Kriner (Fair Trade Österreich):

Es stimmt sich, wie es in dieser Stellungnahme heißt, dass man in dem Bericht des Weltjournals auch darüber erzählen hätte können,
"dass nur die Fairtrade-Farm ihre Tore für das Kamerateam geöffnet hat, er (der Redakteur, Anm.) völlig freien Zugang hatte und ohne jede Einschränkung mit ArbeiterInnen sprechen konnte. Mehr Transparenz geht nicht. Die Tore konventioneller Farmen blieben verschlossen. Er hätte auch erwähnen können, dass die Farm erst seit kurzem Fairtrade-zertifiziert ist (weshalb naturgemäß noch keine großen Projekte realisiert werden konnten) und die Bezahlung von Überstunden in diesem Teil der Welt keine Selbstverständlichkeit darstellt, genauso wenig wie das Mittagessen für die ArbeiterInnen, sowie der erweiterte Mutterschutz." (Hartwig Kriner)

Trotzdem dürfen die negative Punkte nicht vergessen werden und dass es die gibt kann nicht abgestritten werden. Denn auch der Fair Trade Handel existiert im herrschenden Kapitalismus und nicht in einem abgeschotteten System.

Adrian Wieder, der Geschäftsführer von Gabana meint dazu: "Für mich ist das das Selbe wie im Biobereich: Man hat ein System, das ausgerichtet ist für den grundsätzlich ehrlichen Gegenpart und da verschärft man es dann auch. Man macht es dem manchmal unmöglich den Papierkram noch zu erledigen, aber man ist eigentlich nicht gerüstet, für die wirklich Kriminellen. Und man muss damit rechnen, dass, wenn man mehr zahlt für ein Produkt und einmal im Jahr vorbeigeht, dann muss man einfach damit rechnen, dass man damit Leute anzieht, die nicht immer perfekt (…)"

In der Sendung werden auch Alternativen aufgezeigt:

Der Österreicher Roland Spendlingwimmer ist Gründungsmitglied der Dorfgemeinschaft Longo Mai. Der Kaffeeverband Finca Sonador vertreibt sein Kaffebohnen ohne Zwischenhändler. Ein Abnehemer ist Café Libertad in Deutschland.

"Ein Label hätte für uns keinen Sinn gemacht, weil die Kosten sehr hoch sind: etwa 3000 Dollar für die Zertifizierung (…) Also wir verteidigen sehr den Vertrieb in überschaubaren Kreisen, d.h. dass wir keine Superstrukturen haben wollen und deswegen auch sehr kritisch sind gegenüber den Fair Tratte Produkten in den großen Supermarktketten und mit einem großen publizierteren Aufwand." (Roland Spendlingwimmer)

In Ecuador gibt es das Projekt "Pakta Mintalay" (Kichwa für „Fairer Handel“). Es gibt einen eigenen Vertrieb und es werden selbst hergestellte Produkte verkauft. Nur der Überschuss landes auf dem Internationalen Markt.

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Auf dem Blog von Kathrin Hartmann (Ende der Märchenstunde), die selbst zwei Redebeiträge in der Sendung hat, sind ebenfalls ein paar Kommentare dazu zu lesen. Ihre Hauptthese: Es gibt kein richtiges Einkaufen im falschen Weltwirtschaftssytem. Denn unsere Konsumgesellschaft ist ohne Ausbeutung und Armut schlicht nicht denkbar.

Hier noch ein interessanter Artikel ebenfalls passend zu Thema.

Sunnivah_


Samstag, 11. Februar 2012

Massenabschiebung nach Belgrad

Bericht auf at.indymedia.org über eine nächste Massenabschiebung nach Belgrad am 14. Februar 2012 über Wien Schwechat:

Unfaßbar!

Kaum ist die erste Sammelabschiebung abgeschlossen steht auch schon die nächste an - im tiefsten Winter! Während in Serbien aufgrund des Wetters der Ausnahmezustand ausgerufen wird, Schulen geschlossen bleiben und weite Teile des Landes durch Schnee und Eis von der Außenwelt abgeschlossen sind, beschließen deutsche Behörden die "ordnungsgemäße Rückführung" d.h. die brutale Abschiebung von Menschen nach Serbien!

Betroffen sind vor allem Roma, aber auch Serben/_innen und andere Menschen, denen ein Aufenthaltsrecht verweigert wird, ungeachtet der persönlichen, familiären Situation, ungeachtet davon, dass viele der Abzuschiebenden ihr angebliches "Herkunftsland" nur aus Erzählungen der Eltern kennen.

Für Serbien besteht KEIN Wintererlaß wie für den Kosovo, d.h. Roma und andere Minderheiten, Familien mit kleinen Kindern, Minderjährige dürfen abgeschoben werden. Dabei ist die Situation in Serbien um kein Deut besser als im Kosovo.

Wir wissen auch von einer schwer kranken, älteren Frau, die zur Zeit in Abschiebehaft in Büren sitzt. Sie soll kommende Woche mit nach Belgrad geflogen werden, wo es niemanden gibt der sie unterstützt, denn ihre gesamte Familie ist hier! Und das bei zweistelligen Minusgraden und tiefverschneiten Landschaften im Ausnahmezustand!

Staatlichen Rassismus stoppen!

Kommt zum Flughafen!

Macht Aktionen in euren Städten!

Stopp aller Abschiebungen – sofort!

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Wir werden geben keine Ruhe geben:

Schwechat Flughafen 14.2.2012

Kommt auch diesmal wieder zahlreich!

Solidarität zeigen!

Sand ins Getriebe der Abschiebemaschine - Öffentlichkeit herstellen!

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Abflughalle - lautstarke Demonstration

Die eiskalte Ruhe brechen!
Die Sterilität des Flughafengebäudes, weithin sichtbare Werbung von Air Berlin und anderen Profiteuren der Abschiebemaschine, sie sollen Urlaub, eine offene Welt und Entspannung verheißen.

Entlarven wir die eiskalte Fassade der brutalen Abschiebemaschine. Sie wollen es still und heimlich, unter Ausschluss der Öffentlichkeit - wir vermiesen es ihnen und werden laut sagen, was hier am Flughafen geschieht!

No border - no nations!

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ZUR SITUATION IN SERBIEN

Auch in Serbien werden Roma verfolgt und sind rassistischen Übergriffen ausgesetzt. Auch in Serbien leben sie am Rande der Städte in slumähnlichen Barackensiedlungen. Siehe z.B. Bericht Flüchtlingsrat Niedersachsen.

Situation der Roma in Serbien

Aber auch für alle anderen Betroffenen ist die Situation einer Abschiebung gerade im Winter und bei eisigen Temperaturen traumatisierend und durch nichts zu rechtfertigen! Abschiebebehörden kommen meist überfallartig und um 4 Uhr nachts, reißen die Menschen aus den Schlaf und erklären ihnen, dass sie von nun an kein Aufenthaltsrecht in Deutschland oder wo auch immer mehr besitzten! Eine halbe Stunde, um ein ganzes Leben zu zerstören, eine halbe Stunde um das nötigste zusammenzupacken, eine halbe Stunde um sich von Mitschüler_innen, Nachbar_innen, Freund_innen und dem gesamten sozialen Umfeld für immer zu verabschieden! Eine halbe Stunde Behördenwillkür, die das Leben von Menschen und ganzer Familien zerstört. In Serbien erwartet sie häufig nichts, wer keine Verwandten mehr hat sitzt auf der Straße, d.h. jetzt im Schnee! Und wenn die hiesigen Behörden Unterkünfte versprechen, so hat die Erfahrung gezeigt, dass diese nur für wenige Tage gelten, und schon nach kurzer sind die Betroffenen wieder obdachlos. Staatlich gewollt - dem eisigen Winter ausgesetzt.

Profiteure und Verantwortliche

Es gibt Verantwortliche, Innenministerien beschließen, Ausländerbehörden üben ihre willkürliche Macht aus, zentrale Ausländerbehörden koordinieren, Flughafenbetreiber stellen Charterslots (Abflugzeiten) zur Verfügung, Airlines wie der Urlaubs-Billig-Flieger Air Berlin stellen bereitwillig ihre Flugzeuge zur Verfügung - und verdienen daran! Sprecht sie an, schreibt E-Mails, Faxe, fragt nach, nervt, macht deutlich was ihr von Abschiebungen haltet! Doch es gibt auch Solidarität. In der Vergangenheit und bei Einzelabschiebungen wurden Abschiebungen durch die Pilot_innen und das Bordpersonal gestoppt. Auch wenn nach Auskunft eines_r Angestellten Air Berlin von oben ihren Mitarbeiter_innen angeordnet hatte, keine Flugblätter von uns anzunehmen, so haben einzelne das doch getan, heimlich und gegen den Willen ihrer Chefs! Laßt uns zusammentun und gemeinsam gegen Abschiebungen handeln!

Gegen den rassistischen und kapitalistischen Normalzustand!

Stopp aller Abschiebungen sofort!

Kein Mensch ist illegal!

(Quelle: at.indymedia.org)

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NEWS: Der Abschiebe-Sammelcharter am Dienstag macht doch KEINE Zwischenlandung in Wien, sondern fliegt direkt von Düsseldorf nach Belgrad!

Es wird jedoch sicher auch in nächster Zeit wieder andere Abschiebeflüge von Wien weg geben.

NO BORDER, NO NATION, STOP DEPORTATION!

Mittwoch, 8. Februar 2012

Stopp ACTA!

Was ist ACTA?

Das Anti Counterfeiting Trade Agreement, oder kurz ACTA, ist ein internationales Abkommen mit weitreichenden Aus­wirk­ungen auf die freie Gesellschaft.

Die Maßnahmen zum Schutz geistigen Eigentums sollen dadurch - auf Kosten der Bürgerrechte - verschärft und ausgebaut werden. ACTA soll noch dieses Jahr dem EU-Parlament zur Abstimmung vorgelegt werden. Es ist wichtig, den Abgeordneten bis dahin deutlich zu machen, weshalb dieses Abkommen nicht beschlossen werden darf. Aus diesem Grund finden weltweit Protestaktionen statt.

(Quelle: www.stopp-acta.at)

Es sind weltweit Proteste gegen ACTA am Sa, 11.02.2012 in Vorbereitung. Auch in Österreich sind Demonstrationen in Planung!

Auf der Seite stoppacta-protest.info werden die Proteste auf internationaler Ebene koordiniert.

Was kann ich sonst tun?

Informieren, hier.

PolitikerInnen anschreiben, hier.

Weltweite Petition unterzeichnen, hier.

Beitrag auf green life online

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Antwort des Grünen EU-Temas auf mein Schreiben:


Sehr geehrte Frau xy,

vielen Dank für die Mail und Ihre Besorgnis über ACTA, die die Grünen - so auch Ulrike Lunacek und Eva Lichtenberger - sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene von ganzem Herzen teilen!

Das Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) würde die Möglichkeiten der Inhaber von geistigen Eigentumsrechten zur privatisierten Durchsetzung ihrer Interessen stärken, während die Schutzbestimmungen für die NutzerInnen nicht

in gleichem Maße berücksichtigt würden. Es würde eine freiwillige Zusammenarbeit zwischen Internet-Zugangsanbietern und Rechte-Inhabern einführen, mit der Gefahr, dass es zu französischen "3-strikes"-Strafmaßnahmen ohne faires rechtliches Verfahren kommt. Sogar der Europäische Gerichtshof hat am 24. November 2011 entschieden, dass das Blockieren oder Filtern des Internet-Zugangs keine angemessene Maßnahme für die Bekämpfung von Urheberrechtsverletzungen darstellt.

ACTA würde auch unverhältnismäßige zivile Schadensersatzansprüche einführen, die sich lediglich nach dem Verkaufswert von getauschten Dateien bemessen und nicht daran, ob diese Dateien ansonsten jemals entsprechend oft gekauft worden wären. ACTA würde ebenso den Zugang zu generischen Medizinprodukten für Entwicklungsländer erschweren, wenn sie durch Häfen in ACTA-Unterzeichnerstaaten verschifft werden, also etwa durch Europa oder die USA.

ACTA wurde nur gestartet, weil einige Industriestaaten ihre Agenda zur Durchsetzung des geistigen Eigentums in legitimen multilateralen Institutionen wie WIPO oder WTO nicht mehr durchsetzen konnten aufgrund wachsenden Widerstandes durch Entwicklungs- und Schwellenländer. Daher sind erstere zu einer Koalition der Willigen übergegangen, die mehr als zwei Jahre lang Geheimverhandlungen führte. Die ACTA-Verhandlungsunterlagen sind bis heute nicht öffentlich, und die Entwürfe des Abkommens wurden erst auf massiven Druck des Europäischen Parlaments hin veröffentlicht.

Die Grünen/EFA im Europäischen Parlament haben dieses gefährliche Abkommen über die letzten zwei Jahre bekämpft. Wir haben zwei Studien in Auftrag gegeben, um die Auswirkungen auf die Grundrechte und auf den Zugang zu Medizin zu untersuchen, welche klar die großen Probleme und Gefahren von ACTA nachgewiesen haben. Wir haben eng mit der NGO- und AktivistInnen-Community zusammengearbeitet, und wir haben alle notwendigen Schritte unternommen, um zu klären, wie ACTA dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt werden kann. Alle Informationen dazu finden sich hier:

<http://en.act-on-acta.eu>

Jetzt, da die EU-Ratspräsidentschaft und einige Mitgliedsstaaten das Abkommen unterzeichnet haben, wird sich das Europäische Parlament wird sich mit der Ratifizierung von ACTA befassen. Am wichtigsten werden die Ausschüsse LIBE (Bürgerrechte), JURI (Recht) und INTA (internationaler Handel - federführend zu ACTA) sein. Wenn Sie helfen wollen, dann raten wir dazu, vor allem liberale (ALDE) und sozialdemokratische (S&D) Abgeordnete in diesen Ausschüssen zu kontaktieren, denn es ist bisher unklar, wie diese Fraktionen sich am Ende verhalten werden. Ihre Stimme kann hier einen wichtigen Unterschied machen!

Auch die österreichischen Grünen wenden sich selbstverständlich gegen eine Politik, die Grundrechte einschränkt und unverhältnismäßige Eingriffe zu Lasten der (Meinungs-)Freiheit im/des Internet/s zulässt. So hat zum Beispiel der Grüne Justizsprecher Albert Steinhauser die Bundesregierung aufgerufen, das Abkommen nicht zu unterschreiben. Bundesrat Marco Schreuder hat auf Facebook eine Initiative gegen ACTA gestartet. Den Link dazu und zu den Presseaussendungen der europäischen und österreichischen Grünen finden Sie in der folgenden Informationssammlung:

*Presseaussendung von Bundesrat Marco Schreuder: Auch Österreich muss

ACTA-Ratifizierung stoppen,

http://www.gruene.at/informationstechnologie/artikel/lesen/78250/

*Die Protestaktion der Grünen Bundesräte gegen ACTA:

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120202_OTS0137/gruene-bundesraetinnen-demonstrieren-in-sitzung-gegen-acta

*Presseaussendung MEP Eva Lichtenberger zur Frage, ob ACTA europäischem Recht entspricht:

http://www.gruene.at/index.php?id=1165&articleid=78038

*Grüne/EFA Pressemitteilung zur Unterzeichnung in Tokio:

http://www.greens-efa.eu/anti-produktpiraterie-abkommen-acta-5204.html

*Presseaussendung vom österreichischen Grünen Justizsprecher Albert

Steinhauser: http://www.gruene.at/justiz/artikel/lesen/77938/

*Blog von Albert Steinhauser „Warum ACTA eine Gefahr für das Internet ist“:

http://albertsteinhauser.at/2012/01/24/warum-acta-ene-gefahr-fur-das-internet-ist/

*Facebook-Intiative gegen ACTA von Bundesrat Marco Schreuder:

http://www.facebook.com/RausausACTA

* Grüne/EFA Pressemitteilung zur Unterzeichnung von ACTA:

http://www.greens-efa.eu/de/durchsetzung-von-marken-und-urheberrecht-5090.html

* Position von Europäischen Professoren zu ACTA ("Hannover-Gutachten"):

http://www.iri.uni-hannover.de/tl_files/pdf/ACTA_opinion_200111_2.pdf

* Studien zu ACTA im Auftrag der Fraktion Grüne/EFA:

* ACTA and Access to Medicines:

http://rfc.act-on-acta.eu/access-to-medicines

* Compatibility ACTA with the European Convention on Human Rights & the EU Charter of Fundamental Rights:

http://rfc.act-on-acta.eu/fundamental-rights

* Mexikanischer Senat fordert Regierung auf, ACTA nicht zu unterzeichnen:

http://www.senado.gob.mx/index.php?id=9376&lg=61&mn=2&sm=2&ver=sp

* FFII blog zu ACTA: http://acta.ffii.org/

* ACTA-Abkommenstext: http://trade.ec.europa.eu/doclib/html/147937.htm

Noch ein ganz aktueller Hinweis: Am Samstag, den 11.2.2012 findet in Wien die „Demo gegen ACTA - das Internet muss frei bleiben!“ statt. Teilnehmen werden unter anderem auch der Grüne Bundesrat Marco Schreuder, MEP Eva Lichtenberger und die deutsche Grüne Europa-Abgeordnete Ska Keller.

Treffpunkt ist um 14 Uhr am Stephansplatz, dann wird Richtung Parlament marschiert. Auch in anderen Bundesländern finden immer wieder organisierte Proteste statt. Details sind auf www.stopp-acta.at/proteste/ nachzulesen.

Wir danken Ihnen für Ihr Engagement!

Mit besten Grüßen

Margit Rimpfl

Vom Grünen EU-Team

Dienstag, 7. Februar 2012

Zwischenfall in französischem AKW doch schwer

Ein Zwischenfall im französischen Atomkraftwerk Cattenom nahe der deutschen Grenze war nach Angaben der Atomaufsicht viel schwerer als zunächst angenommen. Die französische Atomaufsicht ASN habe das Ereignis vom 18. Jänner inzwischen als Störfall eingestuft, teilte das saarländische Umweltministerium am Montag in Saarbrücken mit.

Dies ist Stufe 2 auf der internationalen "Ines"-Skala, Stufe 4 gilt schon als Unfall. Der Fehler sei bereits behoben. Die Leitung des Meilers habe damals gemeldet, wegen Fehlens eines bestimmtes Teils bestehe die Gefahr, dass sich das Lagerbecken der Brennelemente entleert. Die Klassifizierung als Störfall sei sehr selten und in Cattenom zuletzt 2004 aufgetreten.

(Quelle: APA)

Montag, 6. Februar 2012

Internationaler Tag gegen FGM

6. Februar - Internationaler Tag gegen weibliche Genital- verstümmelung

Null Toleranz für Genitalverstümmelung: Hat die EU Null vor, um weibliche Genitalverstümmelung zu bekämpfen? Amnesty International und die europäische Interessengruppe „European Women’s Lobby“ fordern die Europäische Union in einer gemeinsamen Presseerklärung auf, aktiv zu werden:

Das Europäische Parlament schätzt, dass 500.000 Frauen und Mädchen in Europa ihr Leben lang an den Folgen weiblicher Genitalverstümmelung leiden und dass weitere 180.000 jedes Jahr davon bedroht sind. Sehr oft werden Mädchen während der Sommerferien in ihre Heimat geschickt und gezwungen, sich einer Genital-verstümmelung zu unterziehen, um ihre Heiratsfähigkeit und ihren sozialen Status zu sichern. Zwar verfügen einige Mitgliedsstaaten der EU über gesetzliche Maßnahmen für solche Fälle, aber insgesamt handhaben die Staaten dies Problem höchst unterschiedlich.

„In Frankreich, Schweden, dem Vereinigten Königreich und anderen Ländern der EU, die weibliche Genital-verstümmelung seit über zehn Jahren kriminalisieren, hat man trotzdem weiterhin mit dem Problem FGM zu kämpfen. Dies zeigt, dass Gesetzgebung nicht der Königsweg ist, dieser Art von Menschenrechtsverletzung einen Riegel vorzuschieben. Das Problem muss in der EU ganzheitlich angegangen werden, um die Mitgliedsstaaten zu verpflichten, den Schutz der Mädchen zu sichern und dafür zu sorgen, dass ihre Familien nicht stigmatisiert werden“, sagt Dr. Christine Loudes, Direktorin der europäischen Kampagne „END FGM“ von Amnesty International.

(Auszug Presseerklärung)

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End female genital mutilation: Is Europe watching?



Mit einem Video macht Amnesty International auf den Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung “Zero Tolerance of female genital mutilation” aufmerksam.

Der "International Day of Zero Tolerance to Female Genital Mutilation" wurde in 2004 von Stella Obasanjo (Ehefrau des nigerianischen Präsidenten) ausgerufen, dann von der UN-Menschenrechtskommission zum internationalen Gedenktag erklärt.

Sonntag, 5. Februar 2012

Teure Billigbananen

Bananen billiger als heimisches Obst: Wie kann das nur funktionieren? Wie eine Studie der Hilfsorganisation Oxfam ergab, müssen die PlantagenarbeiterInnen für den Billigpreis teuer bezahlen – mit ihrer Gesundheit. In Ecuador zum Beispiel. Trotz entgegenstehender Rechtsregeln werden die Plantagen mit gesundheitsgefährdenden Chemikalien besprüht, während dort gearbeitet wird. Die Bezahlung ist „untragbar und ausbeuterisch“, so das Resumee der Studie.

(Quelle: Südwind-Magazin, welt kurzmeldungen)

Hier der Bericht über die Studie auf oxfam.de:

Für die Oxfam-Studie „Bittere Bananen“ wurden 117 ArbeiterInnen in Ecuador befragt, die auf Plantagen und in der Verpackung der drei Bananen-Produzenten Noboa, Dole und Reybanpac sowie für deren Zulieferer arbeiten. Die Studie belegt untragbare Arbeitsbedingungen wie Hungerlöhne und Pestizidbelastung. Zugleich wird dargestellt, dass deutsche Supermarktketten durch ihre Preisdrückerei für diese Verletzungen der Arbeitsrechte mitverantwortlich sind. Die Studie basiert auf der von Oxfam Deutschland in Auftrag gegebenen Untersuchung durch die unabhängige ecuadorianische Forschungseinrichtung zu Agrarfragen SIPAE (Sistema de Investigación de la Problemática Agraria de Ecuador).


Die Studie "Bittere Bananen" kann ebenfalls auf der oxfam.de Seite als PDF-Datei heruntergeladen werden. Hier ein paar Auszüge aus den Interviews:


„Ich arbeite zusätzlich als Bauarbeiter, um ein bisschen mehr zu verdienen, damit das Geld zum Leben reicht“, antwortet ein Plantagenarbeiter auf die Frage, ob er mit seinem Gehalt auskomme.

Ein Arbeiter auf den Plantagen von Noboa: „Die Flugzeuge kommen ohne Vorwarnung, wenn wir auf den Feldern arbeiten. Wir kriegen die Chemikalien ab und können uns nur mit unseren Hemden und Bananenblättern schützen. Ab und zu kommen die Flugzeuge auch, wenn wir in der Kantine sind.“

So erklärt eine Bananenarbeiterin und Anwohnerin: „Ich möchte über die Umweltverschmutz ung durch den Pestizid-Einsatz sprechen, dadurch habe ich Tiere verloren, zum Beispiel Schweine und Hühner. Das Wasser in unseren Wassertanks wird verseucht. Die Flugzeuge fliegen zu tief über Häuser und Schulen. Sie warnen uns nicht vor, und die Wäsche, die auf der Leine hängt, wird verschmutzt; alles wird besprüht.“

„Es gibt hier Kinder, zwischen acht und elf Jahre alt, die sie arbeiten lassen, aber wenn Besucher kommen, schicken sie sie weg. Die Kinder selbst fragen nach Arbeit, weil sie Geld für die Schule brauchen oder weil ihre Eltern das Geld brauchen. Zum Beispiel haben in Pueblo Viejo diese Woche neun Kinder nach Arbeit gefragt. Sie zahlen ihnen nur 8,50 us-Dollar für einen ganzen Tag Arbeit auf dem Feld.“

Was ist zu tun?

- Oxfam ruft die Unter nehmen auf, ihre Einkaufspolitik zu ändern, um ihren Lieferanten die Durchsetzung besserer Arbeitsbedingungen zu ermöglichen. Insbesondere sollten sie Anreizsysteme schaffen, die solche Produzenten und Lieferanten belohnen, die soziale und ökologische Mindeststandards einhalten.

- Oxfam fordert die Unter nehmen auf, solche Initiativen zur sozialen Selbstverpflichtung ins Leben zu rufen, die Arbeitnehmer/innen angemessen beteiligen, die gesamte Lieferkette mit einbeziehen und angemessene Einkaufspraktiken gegenüber Lieferanten vorschreiben. Solche Initiativen sollten gesamte Wirtschaftsbereiche umfassen.

- Oxfam ruft die Bundesregierung auf, nach Abschluss der Untersuchung des Lebensmitteleinzelhandels geeignete Maßnahmen zur Verhinderung unfairer Einkaufspraktiken zu ergreifen.

- Oxfam fordert die Bundesregierung auf, dafür zu sorgen, dass deutsche Unternehmen Menschen- und Arbeitsrechte im eigenen Unternehmen und in ihrer Lieferkette einhalten.

Unternehmen gesetzlich zu verpflichten, ihre sozialen und ökologischen Produktionsbedingungen sowie ihre Unternehmensstruktur und Lieferkette offenzulegen.

sich im Rahmen des laufenden EU-Prozesses zur Einführung gesetzlicher Offenlegungspflichten für Unternehmen zu sozialen und ökologischen Aspekten ihrer Geschäftstätigkeit für eine Regelung einzusetzen, die klare Vorgaben macht und auch die Lieferanten mit einbezieht.

- Oxfam fordert VerbraucherInnen auf, darauf zu bestehen, dass Unternehmen menschenwürdige Arbeitsbedingungen intern und bei ihren Lieferanten durchsetzen.

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Oxfam-Studie "Endstation Ladentheke"

Auf der Homepage des Südwind-Magazins ist weiter zu lesen:

Die befragten Exporteure schieben die Schuld an dieser Situation den Handelsketten zu, in Deutschland Aldi, Rewe, Lidl u.a.. „Der Preis unterliegt nicht den Gesetzen des Marktes“, sagte ein Exporteur, „sondern den macht Aldi.“ Die kleineren Bananenproduzenten können bei diesem Preisdruck nicht mithalten.

„Spiegel Online“ konfrontierte die Unternehmen mit den Vorwürfen – alle antworteten ausweichend. Aldi etwa: „Grundsätzlich setzen wir beim Bananeneinkauf auf faire Einkaufspraktiken.“

(Foto: DPA)

Bericht auf "Spiegel Online"

Sunnivah_