Mittwoch, 30. November 2011

Angelo Soliman

Ein Afrikaner in Wien (um 1721 – 1796)

Die Geschichte des "fürstlichen Hofmohren" Angelo Soliman ist Teil der Wiener Stadtmythologie, nicht zuletzt durch die Schändung und Präparierung seiner Leiche für das kaiserliche Naturalienkabinett: Ein Mann mit außergewöhnlicher Karriere im aufgeklärten Wien wurde im Museum als halbnackter "Wilder" mit Federn und Muschelkette präsentiert.




Ausstellung im Wien Museum (Karlsplatz)
- noch bis 29. Jänner 2012
- 1. Sonntag im Monat Eintritt frei (Führung: 11:00 und 16:00)

Sehr empfehlenswerte Ausstellung von der Geschichte Angelo Solimans, über Sklavenhandel nach Europa...

Im Zeitraum von 1500 bis 1870 wurden nach Europa 200.000 afrikanische Sklaven eingeführt (Wikipedia).

...oder aktuelle Zeitgeschichte (Stichwort: Operation Spring).

Sunnivah_

Sonntag, 27. November 2011

Der Prozess

Über ein Jahr dauerte der Prozess gegen 13 Tierschützer, die nach Paragraf 278a, dem sogenannten Mafia-Paragrafen, angeklagt wurden. Den NGO-Aktivisten wurde die Bildung einer kriminellen Organisation vorgeworfen; am Ende freigesprochen, aber vor dem finanziellen Ruin. Handelte es sich um einen Musterprozess gegen zivilen Ungehorsam? Der Filmemacher Gerald Igor Hauzenberger begleitete einen der größten Prozesse der Republik mit der Kamera.

www.derprozess.com



Termine in österreichischen Kinos: hier

Veranstaltungstipp:


Vortrag, Lesung
Martin Balluch: Tierschützer. Staatsfeind

3. November 2011, 19:00 Uhr
WUK, Projektraum

Samstag, 26. November 2011

Kauf-Nix-Tag

Gestern und heute, am letzten Freitag (Nordamerika) bzw. Samstag (Europa) im November findet schon seit 20 Jahren der sogenannte Buy Nothing Day statt. In Amerika ist es das traditionelle Thanksgiving-Wochenende.

Initiiert wird das Ganze vom kanadischen Adbusters Magazin. Heuer stehen diese Tage jedoch untere einem anderen Motto:
"Occupy gave the world a new way of thinking about the fat cats and financial pirates on Wall Street. Now lets give them a new way of thinking about the holidays, about our own consumption habits. Lets’ use the coming 20th annual Buy Nothing Day to launch an all-out offensive to unseat the corporate kings on the holiday throne.

This year’s Black Friday will be the first campaign of the holiday season where we set the tone for a new type of holiday culminating with #OCCUPYXMAS. As the global protests of the 99% against corporate greed and casino capitalism continues, lets take the opportunity to hit the empire where it really hurts…the wallet."

(www.adbusters.org)

Hier noch ein kleines Video zur Unterhaltung, wie President Barack Obama sein Thanksgiving verbracht hat:

... Herr President wie wäre es mit der Abschaffung der Todesstrafe - nicht nur für Truthähne?

Happy Thanksgiving,

Sunnivah_

Freitag, 25. November 2011

BAOBAB

BAOBAB ist ein zentraler Lern- und Kommunikationsort zu Globalem Lernen in Österreich. Seit 1993 fördert es mit seinem Angebot die Auseinandersetzung mit entwicklungspolitischen und globalen Themen im schulischen und außerschulischen Bildungsbereich.

Jede Woche wertet BAOBAB zudem das Fernseh- & Kinoprogramm nach Filmen zu entwicklungspolitischen Themen aus und stellt diese Filmtipps als wöchentliche kostenlose Serviceleistung zur Verfügung. Es kann auch eine Newsletter dazu bestellt werden und die Filmtipps landen im eigenen Posteingang. Einfach eine E-Mail an service@baobab.at schicken.

Hier ein Ausschnitt aus der Kalenderwoche 48 (28.11 - 4.12.2011):

Freitag, 2.12.2011

Strahlende Wüste
Qui sème le vent ...
Fernsehfilm, Frankreich 2011

Im westafrikanischen Niger, 2010: Zwei französische Mitarbeiter einer internationalen Umweltorganisation werden gekidnappt. Die Geiseln geraten zwischen die Fronten von einem skrupellosen europäischen Atomkonzern, der seine Uranressourcen verteidigt, geldgierigen nigrischen Machthabern und einer verdeckt spielenden Pariser Regierung, vertreten vom Spezialdiplomaten Hugo. Kann sich Hélène, die aus der Zentrale angereiste Kollegin der Umweltaktivisten, bei den Politikern für die Rettung ihrer Mitstreiter starkmachen?

arte, 20:15 - 21:40

Die Yes-Men regeln die Welt
Politaktivisten als Weltaufklärer
Dokumentarfilm, Frankreich 2009

Politaktivisten undercover unterwegs: Durch ihre investigative Recherche entlarven die Yes Men von der Industrie verursachte Umweltsünden und decken mit provokanten Parodien die negativen Folgen von Globalisierung und freiem Markt auf. Als Vertreter von Wirtschaftsunternehmen und Regierungen lassen sich Andy Bichlbaum und Mike Bonanno auf internationale Kongresse einladen und konfrontieren die Teilnehmer mit absurden Szenarien. Doch das Lachen bleibt einem so manches Mal im Halse stecken, wenn man realisiert, dass die zum Teil makaberen Projektvorschläge von vielen Kongressteilnehmern für bare Münze genommen werden. Der Kampf einer Spaßguerilla gegen Kumpanei, Lobbyismus und Korruption.

arte, 22:30 - 23:55

Samstag, 3.12.2011

360° - Geo Reportage
Guano - Schatzinseln und Vogeldreck
Reportage, Deutschland 2011

Millionen Seevögel nisten und brüten auf den Inseln an der Pazifikküste Perus. Der Kot der Tiere ist reich an Nährstoffen: Als Guanodünger wird er in die ganze Welt exportiert. Abgebaut wird die Substanz noch heute per Hand - wie schon vor Jahrhunderten von den Inkas. Nur die stärksten Männer ertragen die harte Arbeit und monatelange Isolation auf den unbewohnten Inseln. Der bestialische Gestank des Vogelkots setzt ihnen zu, der Staub verätzt ihre Lungen. Die körperlichen Anstrengungen sind unter diesen extremen Bedingungen noch schwerer zu ertragen. "360° - Geo Reportage" hat die Guanoarbeiter begleitet. Entstanden ist ein Porträt über Perus "Inseln der Qualen".

arte, 19:30 - 20:15

Kleine Wunder in Athen
Plato's Academy
Fernsehfilm, Griechenland/Albanien 2009

Stavros ist schon ein bisschen über seine besten Jahre hinaus und nicht gerade von Glück gesegnet. Sein Kiosk läuft mehr schlecht als recht, seine Frau hat ihn verlassen, seine geliebte Mutter ist dement. Aber immerhin ist Stavros Grieche, und darauf ist er stolz. Doch eines Tages muss er sich plötzlich mit der schockierenden Möglichkeit auseinandersetzen, dass er in Wirklichkeit zu den von ihm und seinen Freunden verachteten Albanern gehören könnte ...

arte, 21:45 - 23:25



Viel Spaß mein Filme schauen,
Sunnivah_

Donnerstag, 24. November 2011

16 Tage gegen Gewalt an Frauen

25. November: Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

(www.amnesty.at)

Im Kampagnenzeitraum zwischen dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und dem Internationalen Tag für Menschenrechte finden auf der ganzen Welt Aktionen statt.

25. November 2011

16:00 Uhr FrauenLesben Kundgebung zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

18:00 Uhr Demo

Viktor Adler Markt, 1100 Wien

Veranstaltungskalender 16 Tage gegen Gewalt an Frauen

Kampagne 16 Tage gegen Gewalt an Frauen (Autonome Österreichische Frauenhäuser)

Mit unserer Wut brechen wir das Schweigen und schaffen uns unsere Freiheit selbst!!

Mittwoch, 23. November 2011

Gouverneur von Oregon setzt Todesstrafe aus

Der Oregon-Gouverneur John Kitzhaber hat für den Rest seiner Amtszeit ein Aussetzen der Todesstrafe in dem von ihm regierten US-Staat verordnet. Er halte die Hinrichtung von Straftätern für moralisch falsch und habe lange bereut, dass er die Vollstreckung zweier Urteile in den 90er Jahren zugelassen habe, sagte der Politiker der Demokratischen Partei am Dienstag.

Mit der Ankündigung erhält ein zweifach verurteilter Mörder, der in zwei Wochen hingerichtet werden sollte, einen Strafaufschub. Oregon ist bereits der fünfte US-Staat, in dem ein Moratorium für die Vollstreckung der Todesstrafe eingeführt wird.

(Quelle: APA)

Montag, 21. November 2011

Freitag, 18. November 2011

Occupy Christkindlmarkt

Augustin-Verkausverbot auf acht Wiener Weihnachtsmärkten:

(...)

Es gibt zwei private Event-Firmen, die mit dem Wissen, der Billigung oder sogar mit dem Auftrag der öffentlichen Hand öffentliche Plätze der Stadt für die Dauer der Events zum Privateigentum erklären und den Straßenzeitungsverkauf verbieten. Es handelt sich dabei um die Event- und Promotion-Agentur MAGMAG (Chef: Christian Clement) und um den «Verein zur Förderung des Marktgewerbes» des Herrn Akan Keskin, Landesgremialobmann der Wirtschaftskammer, Unternehmer am Naschmarkt mit besten Beziehungen zur Rathausspitze.

Diese beiden Unternehmen verbieten auf öffentlichen Plätzen den Augustin-Verkauf in folgenden Weihnachtsmärkten: Rathausplatz, Fuzo Favoritenstraße, Mariahilfer Straße 51-55, Meidlinger Hauptstraße, Campus im Alten AKH, Maria-Theresien-Platz und Belvedere. Adventmärkte anderer Trägervereine erlauben Armen und Obdachlosen (zum Teil sogar mit gewisser Empathie), ihre Zeitungen zu vertreiben: Am Hof, Türkenschanzpark, Spittelberg, Karlsplatz, Freyung…

(Quelle: augustin.or.at)

Artikel auf derStandard.at

Die Verkäuferinnen und Verkäufer des AUGUSTIN lassen sich die Freiheit, den öffentlichen Raum zu benützen, nicht nehmen. Sie werden am kommenden Samstag, 19. November, gemeinsam mit Leserinnen und Lesern der Straßenzeitung, gegen die Kommerzialisierung des Advent, gegen die Privatisierung des öffentlichen Raums protestieren. Sie werden u.a. solche Forderungen an die rot-grüne Stadtregierung richten:

DIE ARMUT BEKÄMPFEN UND NICHT DIE ARMEN! SUPPENKÜCHEN FÜR JEDEN CHRISTKINDLMARKT! PLÄTZE GEHÖREN ALLEN UND NIEMANDEN! OCCUPY RATHAUSPLATZ!

Treffpunkt: Samstag, 19. November 2011

13:00 Uhr vor dem Burgtheater

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Nachtrag:

"Augustin"-Verkäufer dürfen doch auf manche Adventmärkte (derStandard.at)

"Schöne Weihnachten" - ohne arme Menschen (Irene Brickner, derStandard.at)

Mittwoch, 16. November 2011

Stevia als Lebensmittelzusatz

EU genehmigt Wundersüße Stevia als Lebensmittelzusatz

Nach jahrelangen Untersuchungen und zähen Verhandlungen hat die EU-Kommission endlich das aus Paraguay stammende Süßkraut Stevia unter bestimmten Bedingungen als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Demnach dürfen ab dem 02. Dezember 2011 die aus der in Paraguay ansässigen Pflanze gewonnenen Stevioglykoside zum Süssen von Produkten in insgesamt 31 Kategorien verwendet werden, darunter Schokolade, Softdrinks oder Frühstücksgetreide.

Die auch unter dem Namen “Honigkraut” bekannten Stevia-Blätter werden in ihrem Herkunftsland Paraguay im Herzen Südamerika schon seit Jahrhunderten als Süßungsmittel verwendet, seit über 30 Jahren zudem auch in bislang kleinen Mengen exportiert. In Japan ist es bereits seit den 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts zugelassen und selbst in Europa kann man schon seit über 10 Jahren zumindest die unbehandelten Blätter als Tee kaufen. Die seit 1997 notwendige Lebensmittelzulassung innerhalb der EU wurde jedoch immer wieder verzögert. Unter anderem bestand der Verdacht, Stevia könnte krebserregend sein, unfruchtbar machen oder sogar Embryonen schädigen...

...weiterlesen auf latina-press.com

Artikel auf derStandard.at

Natürlich lassen die Reaktion von Großkonzernen nicht lange auf sich warten:

Der Coca-Cola-Konzern will zukünftig einige seiner Produkte mit dem Extrakt aus dem Wundergewächs “Stevia rebaudiana” versehen und hat diesbezüglich bereits 24 Patente angemeldet. Der Schweizer Schokoladehersteller Barry Callebaut hat mittlerweile ebenfalls eine derart gesüsste Schokolade angekündigt. (latina-press.com)

Coca-Cola begrüßt Stevia-Zulassung in der EU

Wild begrüßt EU-weite Zulassung von Stevia

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Liste Zusatzstoffe: Datenbank im Internet

Sunnivah_

Dienstag, 15. November 2011

Altkleider

Ich wollte ja schon immer mal wissen, was mit den gesammelten Altkleidern aus den Containern passiert. Alles für einen guten Zweck oder wird daraus Profit gezogen? Auf dem Blog konsumpf.de habe ich die Antwort gefunden: am 4. November 2011 strahlte der NDR die Reportage "Die Altkleider-Lüge" aus.

Billigklamotten, fast fashion, Modetrends, Sommerschlussverkauf, Winterschlussverkauf, Mid season sale... es gibt viele Möglichkeiten Kleidung anzuhäufen und unsere Kästen überquellen zu lassen. Und wenn wir sie nicht mehr brauchen? Sie nicht mehr im Trend ist, altmodisch, einfach überflüssig? Überall auf den Straßen sieht man Altkleidercontainer, da tut man dann ja sogar noch etwas Gutes, weil kaputt sind die Kleidungsstücke ja noch nicht. Ist dem aber wirklich so?

Die Reportage bezieht sich auf Deutschland, doch es ist
in Österreich nicht anders - schon öfters wurde Kritik an der Organisation "HUMANA - People to People" wegen seiner undurchsichtigen Geschäftsstrukturen laut...

Doch nicht nur Humana sondern auch das Rote Kreuz, Kolping und die Caritas sind am Altkleidersektor tätig. Alle drei Organisationen haben die Entleerung ihrer Sammelcontainer und die Weiterverarbeitung der Textilien der Firma Öpula überlassen. Der Rohstoff-Recycling Betrieb existiert seit 20 Jahren und hat sich auf das Altkleidergeschäft spezialisiert. Dieser Markt ist komplett segmentiert, und Öpula fungiert als Zwischenhändler, der die Kleiderspenden zum Sortieren nach Italien transportiert. Die Sortierarbeit in Österreich ist einfach zu teuer, erklärt Öpula Geschäftsführer Kurt Willheim, deshalb wurde sie nach Italien ausgelagert. Dort werden die Kleider je nach Beschaffenheit entweder nach Afrika verkauft oder zu Putzlappen verarbeitet. Nicht recycelbare Materialien landen auf der Deponie. Ein geringer Prozentsatz der brauchbaren Kleidung wird wieder nach Österreich importiert und kommt kostenlos karitativen Einrichtungen wie z.B. Flüchtlingsheimen, Frauenhäusern oder dem Katastrophenschutz zu Gute.
(Quelle: fm4.orf.at + D
oku "Mitumba")



Viele verdienen an den Altkleider-Spenden: Hilfsorganisationen und private Unternehmen. Der größte Teil der Textilien wird in Afrika auf Märkten verkauft, nicht gespendet. (NDR)

Das Deutsche Rote Kreuz hat auf die Reportage des NDR Bezug genommen und auf 10 Fragen Antwort gegeben: siehe hier.

Alternativen zum Altkleidercontainer:

- Kleider direkt bei Kleiderkammern sozialer Vereine abgeben
- Kleider für AsylwerberInnen bei Ute Bock
- ausmisten.at
- Kleiderkreisel
- warum die Kleider nicht selbst am Flohmarkt/2nd Hand verkaufen/verschenken?
- Kleidertausch/Verschenken unter FreundInnen, andere haben wieder viel mehr Freude an "neuen" Kleidungsstücken
- aus dem Kreislauf ausbrechen und selbst keine neuen Kleider mehr kaufen...

Projekt "MitumBACK"

Das Projekt kauft gespendete Altkleider in Tansania zurück, läßt sie von fair bezahlten afrikanischen Stickerinnen mit handgefertigten Etiketten neu labeln und reintegriert sie in den westlichen Markt. Ware wird Spende wird Ware. mitumBACK läßt das “Abgetragene, Abgelegte, Ausgesonderte, Fortgeworfene” als extravagantes Modeteil und künstlerisches Unikat in die „Erste” Welt zurückkehren und gibt bereits entwerteten Produkten durch ihre Re-Fetischisierung neuen Wert – einen, den sie zuvor nicht hatten. (mitumback.net)

Ein Artikel darüber auf derStandard.at

Und vielleicht sollten wir uns einfach nur die Frage stellen, wieviel Kleider wir eigentlich wirklich brauchen?

Sunnivah_

Montag, 14. November 2011

Störfall in ukrainischem Atomkraftwerk

Im größten Atomkraftwerk Europas, dem AKW Saporischschja im Südosten der Ukraine, hat sich am Samstag ein Störfall ereignet. In einem von sechs Reaktorblöcken sei die Automatik ausgefallen, berichteten ukrainische Medien am Montag unter Berufung auf die Atomaufsicht des Landes. Details wurden nicht bekannt. Der betroffene Reaktor ist bereits am Sonntag wieder ans Netz gegangen.

Erhöhte radioaktive Werte wurden nicht gemessen. Saporischschja ist mit einer Nennleistung von 6.000 Megawatt das leistungsstärkste Atomkraftwerk Europas, gilt aber als störanfällig.

(Quelle: APA)

Freitag, 11. November 2011

this human world

Vom 1. bis 10. Dezember wird zum vierten Mal in Wien ein Festival mit Filmen gezeigt, die wichtige Fragen unserer globalen Gesellschaft beleuchten, vor allem das Thema Menschenrechte.

Diese Jahr werden an die 70 Filme gezeigt, großteils neue Produktionen. Ein Endgültiges Programm gibt es ab 16.11.2011. Ein Teil beschäftigt sich mit den Themen Ressourcen, Umwelt und Nachhaltigkeit, ein anderer Schwerpunkt behandelt die körperliche Selbstbestimmung, mit Aufständen und Revolutionen und mit der Situation in verschiedenen Ländern.

Hier eine Auswahl:

Cirkus columbia (Bosnien)
Impunity - Straflosigkeit (Kolumbien)
Lady of no Fear - Leben der burmanischen Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi



"I was a prisoner,
but I always felt free
because I was not frightened...
So for me real freedom is
freedom from fear."



Evolution der Gewalt (Guatemala/Österreich)
Even The Rain (Mexiko/Spanien/Frankreich)
No More Fear (Tunesien)
War On Terror (USA/Österreich)

Unterstützung iranischer FilmemacherInnen:

In den vergangenen Monaten hatten iranische FilmemacherInnen vermehrt mit Repressalien zu kämpfen. Es gab mehrere Verhaftungen, oft in Kombination mit öffenltichen Demütigungen. So wurde die Schauspielerin Marzieh Vafamehr zu 90 Peitschenhieben und anderthalb Jahren Haft verurteilt. Auch Mojtaba Mirtahmasb und Katayoon Shahabi wurden kürzlich verhaftet. Die ebenfalls vor kurzem festgenommenen FilmemacherInnen Hadi Afarideh, Nasser Saffarian und Mohsen Shahnazdar sind bis auf weiteres gegen Kaution auf freiem Fuß.

Wir rufen die iranischen Behörden dazu auf, unsere KollegInnen, deren Arbeit international anerkannt ist und deren Filme weltweit ausgezeichnet werden, unverzüglich und bedingungslos freizulassen und die Freiheit der iranischen FilmemacherInnen zu respektieren!
(Österreichische Cineasten)

Unterstützung der Petition auf thishumanworld.com/petition

Homepage
des Internationalen Filmfestivals der Menschenrechte

Sunnivah_

Mittwoch, 9. November 2011

Sichtweisen

Survival International ist eine Organisation, die sich für die Rechte der indigenen Völker weltweit einsetzt und ist Träger des Alternativen Nobelpreises.

Auf der Homepage von Survival gibt es auch immer sehr schöne Fotostrecken zu bewundern.

Seit kurzem gibt es den ersten Fernsehspot "Sichtweisen" von Survival.


"Wenn Du einen Menschen von seinem Land vertreibst,
nimmst Du ihm auch seine Lebensgeister."
Aborigine (Australien)

Wer hat das Recht zu entscheiden, welche Lebensweise die beste ist?

Sunnivah_

Freitag, 4. November 2011

Zivilcourage

Ute Bock Preis für Zivilcourage 2011 geht an fünf Anti-AbschiebungsaktivistInnen

SOS Mitmensch verlieh am 3. November den Ute Bock Preis für Zivilcourage 2011 an fünf junge Menschen, die sich erfolgreich gegen Abschiebung eingesetz haben.

Link SOS Mitmensch
Link Interview mit einem Aktivisten auf derStandard.at
Der Fall Ousmane C. (derStandard.at)

Mitschrift:
Verhandlung Ousmane C. am Landesgericht Korneuburg

ZARA: Training für Zivilcourage


Dienstag, 1. November 2011

Haben Opfer eine Chance?

In Paris haben Aktivistinnen von FEMEN, einer ukrainischen Feministinnenbewegung, vor dem Haus von Dominique Strauss-Kahn demonstriert.

Ähnlich wie die Teilnehmerinnen der Slutwalks (erst kürzlich in Wien veranstaltet), die in den USA und in Europa oftmals spärlich gekleidet für die Selbstbestimmung des weiblichen Körpers demonstrieren, geht es auch Femen darum, dass nackte Frauen nicht zu Objekten gemacht werden. Eine paradoxe Intervention sozusagen.
(Quelle: derStandard)

Hier ein Video zur Demonstration bzw. der Artikel auf derFreitag.

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In der Herbstausgabe 2011 von EMMA gibt es dieses Mal einen Schwerpunkt zum Thema "Sexuelle Gewalt + Gerechtigkeit" (auch online sind dazu ein paar Artikel zu lesen):

"Gewalt gegen Frauen und Mädchen wird in jedem Land der Welt begangen. Trotzdem werden die Täter nicht zur Verantwortung gezogen. Dieses Klima der Straflosigkeit ermutigt die Täter und ermöglicht, dass Gewalt weitergeht", klagten die Vereinten Nationen in einer Deklaration zum Weltfrauentag 2002.
(EMMA, Seite 122)

Unter anderem wird auch der Fall "Dominique Strauss-Kahn" behandelt:

"Als ihnen klar wurde, dass die Anschuldigung sich nicht in Luft auflösen würde, begannen die ernsthaften Attacken auf das Opfer." (EMMA, Seite 122)

"Nafissatou Diallo hatte diesen Prozess verlangt, obwohl der Gerichtssaal traditionell ein extrem feindseliger Ort für Verewaltigungsopfer ist. Wenn jemand die Aufgabe hätte, sich ein System auszudenken, das bei einem Vergewaltigungsopfer möglichst großen traumatischen Stress hervorruft - dann köme dabei eine Gerichtsverhandlung heraus.
Die Wünsche und Bedüfrnisse der Opfer sind den Erfordernissen eines Gerichtsprozesses meist diametral entgegengesetzt. Opfer brauchen Anerkennung und Unterstützung; vor Gericht aber wird ihre Glaubwürdigkeit öffentlich in Frage gestellt (...) Die Bedürfnisse der Opfer werden in unserem System nicht berücksichtigt."
(EMMA, Seite 123f)

Haben Opfer vor Gericht also überhaupt noch eine Chance als glaubwürdig zu gelten?

Konferenz "Sexualisierte Gewalt - Selber schuld?"
in Wien

Sunnivah_