Montag, 22. August 2011

Hilfsorganisationen vs. Hilfsindustrie?

Der ARD zeigte heute um 20:30 die Dokumenation "Afrika hungert - Ein Wettlauf gegen die Zeit". Auch wenn die Dürre in Ostafrika schon wieder aus den Medien verschwunden ist, ist die Hungerkatastrophe noch lange nicht gebannt. In dem Film werden sowohl das Geschäft mit Hilfsgütern, Land crabbing und das Leben in den Flüchtlingslagern in 45 Minuten kurz dargestellt.

"Die diesjährige Hungersnot, die mittlerweile elf Millionen Menschen am Horn von Afrika in Mitleidenschaft zieht, hat sich seit über einem Jahr angekündigt. Klimaexperten hatten vor einer Dürre gewarnt, Helfer und Politiker wussten, was da auf uns zukommt, aber handelten nicht. Warum haben alle Frühwarnsysteme versagt? Wie konnte es zu diesem Wettlauf gegen die Zeit kommen? Eine Woche im Epizentrum der Krise. Unsere vier Reporter zeigen anhand individueller Schicksale, so nah wie möglich an den Menschen erzählt, das Ausmaß der Hungersnot in seinem ganzen Umfang und beleuchten die Hintergründe. Sie gehen Fragen nach, die sich der Zuschauer stellt: Wie konnte es soweit kommen?

Wie können westliche Helfer trotz aller Anfeindungen die Not der Menschen in Somalia lindern? Warum wird IFO, ein Ausweichlager direkt neben dem größten Flüchtlingslager der Welt Dadaab an der somalisch-kenianischen Grenze nicht in Betrieb genommen, obwohl täglich neue Flüchtlinge dort ankommen? Wollen die kenianischen Behörden verhindern, dass sich die Flut der somalischen Flüchtlinge in Kenia festsetzt. Wie wirken sich die schleppende Bürokratie und die Korruption in Kenia auf die Situation der Menschen aus? Rund um die Lager bahnen sich Konflikte zwischen der einheimischen Bevölkerung und den Flüchtlingen an. Kenianische Hirten bangen um ihre Lebensgrundlage. Helfer arbeiten rund um die Uhr und sind völlig überfordert."

(Quelle: NDR)

Der Dokumentation ist eine Woche lang in der ARD-Mediathek abzurufen und hier gibt es auch noch eine Video- und Audio-Sammlung des ARD zum Thema "Hunger in Afrika".

Sunnivah_

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