Donnerstag, 2. Juni 2011

Weltwirtschaftsforum in Wien

Von 7. bis 9. Juni findet in Wien das Weltwirtschaftsforum, kurz WEF (World Economic Forum) statt. Nach dem 41. Jahrestreffen im Jänner in Davos, kommen nun VertreterInnen internationaler Großonzerne, Banken und PolitikerInnen aus führenden Industrieländern in der Wiener Hofburg zusammen, um über das Thema Europa & Zentralasien zu diskutieren.

Ähnlich wie der G8-Gipfel oder die WTO ist das WEF ein "Symbol des Kapitalismus". Die Konferenz soll die Welt verbessern. Doch die TeilnehmerInnen bleiben lieber unter sich. Und der offene Dialog ist nicht selbstverständlich; also doch eher ein West- als ein Weltwirtschaftsforum.

Von diesem Treffen verspricht sich Österreichs Vizekanzler und Initiator Michael Spindelegger die Stärkung Österreichs als Drehscheibe zwischen Ost und West, oder anders ausgedrückt: fette Profite. (siehe indymedia.org)

(Foto: indymedia.org)

Ende der 1990er Jahre gerieten das Forum, der G8-Gipfel, die Weltbank, die WTO und der IWF unter die massive Kritik von GlobalisierungskritikerInnen: Kapitalismus und Globalisierung verstärken die Armut und zerstören die Umwelt. Auch fehlende Unabhängigkeit von Interessen der stärksten Wirtschaftsvertreter der Welt, die ja das Rückgrat von WEF bilden, wird kritisiert. (Quelle: www.woz.ch)

GlobalisierungskritikerInnen organisieren seit 2001 parallel zum Weltwirtschaftsforum den Gegengipfel des Weltsozialforums (WSF).

Wie jedes Jahr gibt es auch heuer wieder Demonstrationen, wobei die Demo am Yppenplatz schon VERBOTEN wurde.

7. Juni 2011 – 15 Uhr – Yppenplatz (16. Bezirk) und
7. Juni 2011 – 19 Uhr – Volkstheater

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Zum G8-Gipfel 2001 in Genua

Die Dokumentation "Gipfelstürmer - Die blutigen Tage von Genua" von Michael Busse und Maria-Rosa Bobbi vom 24. Juli 2002 belegt mit zuvor unveröffentlichten Bilddokumenten die Menschenrechtsverletzungen seitens der in Genua eingesetzten Sicherheitskräfte.



"Die Regierung Berlusconi, damals seit wenigen Wochen im Amt, hatte 20.000 Polizisten zusammengezogen. Und diese prügelten und verhafteten in einer Willkür, die die parlamentarische Opposition in Rom an chilenische Zustände erinnerte. Hunderte zum Teil Schwerverletzte wurden mit gebrochenen Rippen, Beinen und Armen in Krankenhäuser eingeliefert. Gleichzeitig - so erzählen Zeugen - hätten Polizisten mit faschistischen Liedern und mit Hymnen auf Mussolini ihre "Siege" gefeiert." (Heribert Blondiau - WDR)

Am 27. März 2011 entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) rechtskräftig, dass die tödlichen Schüsse des Carabinieri auf Carlo Giuliani nicht menschenrechtswidrig waren. Die Straßburger Richter verneinten einen Verstoß gegen das Recht auf Leben. Das Urteil der Großen Kammer erging mit 13 zu vier Stimmen. Der Polizeibeamte habe sein Leben und das seiner Kollegen angesichts der bewaffneten Angriffe der Demonstranten für gefährdet gehalten. Dabei sei unerheblich, ob die Kugel tatsächlich von einem Stein abgelenkt wurde, wie Forensik-Experten meinten, oder die Waffe direkt auf Guilianis Kopf gerichtet worden sei... (Wikipedia)

Sunnivah_

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