Sonntag, 26. Juni 2011

Folter - Made in USA

Am 21. Juni 2011 wurde auf ARTE die Dokumentation "Folter - Made in USA" von Marie-Monique Robin ausgestrahlt. Schon mit Filmen wie "Monsanto, mit Gift und Genen" (2008) und "Unser täglich Gift" (2011) konnte die Drehbuchautorin und Regisseurin für Aufmerksamkeit sorgen.


Im September 2004 wurde ebenfalls auf ARTE ihr Dokumentarfilm "Todesschwadronen: Wie Frankreich den Terror exportierte" ausgestrahlt, gleichzeitig erschien auch das Buch mit demselben Titel. Robin legte in ihrer Recherche dar, wie französische Militär- und Geheimdienstberater im Auftrag ihrer Regierung Taktiken zur "antisubversiven Kriegsführung" an ihre KollegInnen in Nord- und Südamerika vermittelten.

Mit der Dokumentation "Folter - Made in USA" knüpft sie an das Thema an. Können Mitglieder der Bush-Regierung wegen "Kriegsverbrechen" vor Gericht gebracht werden?

"Dieser investigative Dokumentarfilm untersucht den Mechanismus, welcher die älteste Demokratie der Welt dazu getrieben hat, in Afghanistan, in Guantánamo und im Irak massiv und systematisch Folterpraktiken einzusetzen. Zu Wort kommen hochkarätige Zeugen, wie Lieutenant General Ricardo Sanchez, dem ehemaligen Oberbefehlshaber der Koalitionsstreitkräfte im Irak, Larry Wilkerson, unter Colin Powell Stabschef im US-Außenministerium, Matthew Waxman, ehemaliger Berater von Condoleeza Rice im Weißen Haus, Alberta Mora, ehemaliger Chefjustiziar der US-Marine, und Michael Scheuer, Initiator der Überstellungspraxis der "extraordinary renditions", (Kidnapping von Terrorverdächtigen durch CIA-Mitarbeiter und ihre Verschleppung zum Verhör in Drittstaaten, die es mit dem Genfer Abkommen nicht so genau nehmen). Diese Zeugen erscheinen auch in den hochinteressanten Archivaufnahmen der Parlamentsanhörungen, welche zwischen 2004 und 2008 vom Streitkräfteausschuss des amerikanischen Senats durchgeführt wurden."
(Marie-Monique Robin)

Mittlerweile ist der Dokumentarfilm auch auf YouTube zu finden (Teil 1):



Die Argumente, welche die Bush-Administration zur Rechtfertigung ihrer Foltermethoden entwickelt hat, sind bis ins Detail, dieselben, die auch von den Theoretikern der "Französischen Schule" vorgebracht wurden, und sie sind genauso falsch. Abgesehen davon, dass die Anwendung der Folter schon vom ethischen und moralischen Standpunkt aus unhaltbar ist, hat sie sich auch als absolut wirkungslos erwiesen, sei es im "Kampf gegen den Terror" oder auch seinerzeit in Algerien, Argentinien oder Vietnam. Die Dokumentationen "Todesschwadronen: wie Frankreich Folter und Terror exportierte" und "Folter Made in USA" schließen nahtlos aneinander an.
(Marie-Monique Robin)

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Buchtipp: Anklage wegen Mordes gegen George W. Bush von Vincent Bugliosi

Text1: Guantanamo und das unmögliche Versprechen Barack Obamas

Text2: Folter - grausame Realität in jedem zweiten Staat der Welt

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Sunnivah_

Donnerstag, 23. Juni 2011

Der Pakt mit dem Panda

Der WWF gilt als größte Umweltschutzorganisation der Welt. Fast grenzenlos ist das Vertrauen in seine grünen Projekte. Mit aufrüttelnden Kampagnen zielt der WWF direkt auf das gute Gewissen der Spender - alle sollen sich beteiligen wenn aussterbende Arten geschützt und das Klima oder der Regenwald gerettet werden.

Ein ganzes Jahr arbeitete der Dokumentarfilmer Wilfried Huismann an einem Film, der das grüne Bild des WWF entzaubern wird. Hinter der Öko-Fassade entdeckte der Autor während seiner Dreharbeiten weltweit Geschichten voller Sprengkraft. Sie handeln von vertriebenen Völkern, abgeholzten Regenwäldern und dem großen Geschäft mit dem grünen Umweltsiegel.

"Das Projekt Tiger des WWF startet im Jahr 1974, da hatten wir noch 5.000 Tiger in Indien. Wäre das Tigerprojekt erfolgreich gewesen, dann müsste es heute 10.000 Tiger geben zumindest 8.000. Das Geld macht nur die Forstbeamten und Tigerexperten reich." (Zitat aus der Dokumentation)

"Es wurde versucht, mit Abmahnungen durch Medienanwälte die Sendung zu beeinflussen und Interviews platzen zu lassen", schreibt die Süddeutsche Zeitung.

Sendetermine:

ARD hier nachzusehen

Eins Extra 24.6.2011, 21:00 Uhr

SR 13.7.2011, 20:15 Uhr

www.greenaction.de

GreenAction-Kampagne: Briefe an den WWF - der WWF soll zu weiteren Stellungnahmen der Vorwürfe bewegt werden, eine bisherige Reaktionen des WWF gibt es auf der Homepage des WWF Deutschland und des WWF Schweiz.

Der WWF klärt auf

"Wiki" Faktencheck zum Film

--> jedeR soll sich selbst ein Bild machen, wem nun zu glauben ist. Also nie einer Seite zu 100 Prozent Glauben schenken....


Auch schon früher wurde Kritik am WWF laut:

Umstrittene Soja-Connection (taz.de 2009)

Sir Paul kritisiert WWF wegen Tierversuchen (peta.de)

Beitrag von Kathrin Hartmann

WWF und die Wirtschaft: der Klima-Lügendetektor


Interview mit Wilfried Huismann


Sunnivah_

Freitag, 17. Juni 2011

Grünzeug

Im Rahmen des Kino Open Airs am Augartenspitz "Kino wie noch nie" gibt es heuer einen thematischen Schwerpunkt mit dem Thema "Grünzeug".


Folgende Filme werden dazu gezeigt:

Dienstag 05.07.2011 21:30
URBAN WILDERNESS | Kurzfilmprogramm 1
Grüne Utopien in der Stadt – gibt es sie? Mit dieser Frage setzen sich sechs renommierte österreichische und drei internationale FilmemacherInnen und KünstlerInnen auf sehr subjektive Weise auseinander.

Dienstag 12.07.2011 21:30
URBAN ROOTS (USA | 2011 | 93 min)
Die Pleite der Autoindustrie hinterließ in Detroit zahlreiche Brachflächen. Bewohner griffen daraufhin zur Selbsthilfe und begannen, diese Flächen zu bebauen. URBAN ROOTS zeigt auf inspirierende Weise die zukunftsorientierte Farming-Kultur Detroits.


Dienstag 19.07.2011 21:30
URBAN GARDENING | Kurzfilmprogramm 2
Ein Kurzfilmprogramm mit urbanen Stadtpflanzen-Geschichten im Pocket-Film-Format, drei faszinierende Kurzporträts kommunaler Gärten in Wien, Berlin und Washington und frühe Bilder des Kinos im Dialog mit Musik von Angélica Castelló.

Dienstag 26.07.2011 21:30
LOISADA AVENUE C | EARTH TO MOUTH
Zu verschiedenen Jahreszeiten entstand das beeindruckende Porträt des Gemeinschaftsgartens LOISADA AVENUE C in New York. Einer chinesischen Farm in Toronto widmet sich EARTH TO MOUTH mit seiner meditativen Studie über das Leben von und mit der Natur.

Dienstag 02.08.2011 21:30
THE GARDEN (USA | 2008 | 80 min)
Die Oscar-nominierte Doku zeigt den langjährigen Kampf um »Almeda«, den größten Gemeinschaftsgarten in Los Angeles. 14 Jahre lang versorgte der Garten zahlreiche Familien, bis er politischer Willkür und rassistischen Vorurteilen zum Opfer fiel.


Als Rahmenprogramm wird es eine Pflanzentauschbörse und Lebensmittel direkt von BioproduzentInnen aus Wien und dem Umland geben. Seit 2010 gibt es auch am Augartenspitz ein Bürgergarten-Projekt. Geerntet werden u. a. folgende nach strengen biologischen Richtlinien angebaute Lebensmittel: Mangold, Asia Salat, Koreander, Petersilie, Schnittlauch, Erdäpfel, Zucchini und natürliche Beeren, die an Ort und Stelle in eine wunderbare Sommererfrischung verwandelt werden.


Sunnivah_

Montag, 13. Juni 2011

Almería

Felicity Lawrence von der britischen Zeitung "The Guardian" veröffentlichte im Februar 2011 einen 12-minütigen Kurzfilm über die Situation der LandarbeiterInnen bei der hors-saison (Zwischensaison) Gemüseproduktion im Plastikmeer von Almería.

Hier der Link plus ihren Artikel.


(Foto: Martina Brunner / pixelio.de)

Ihr Fazit: Sklaverei, mitten in Europa, mitten im 21.Jahrhunder.

Artikel von malmoe über die Bio-Landwirtschaft in Spanien.

Das Europäische BürgerInnen Forum (EBF) ist ein solidarisches internationales Netzwerk. Mit direkten Interventionen betroffener BürgerInnen vor Ort zeigen wir dort soziale Missstände auf, wo andere wegschauen. Durch die Förderung von Selbstorganisation und durch die Vernetzung emanzipatorischer Initiativen hoffen wir, der Utopie einer gerechten Welt einen kleinen Schritt näher zu kommen.

Protestbrief gegen die Ausbeutung der LandarbeiterInnen in Alermía des EBF.

Themen des Netzwerkes sind Migration & Landwirtschaft, Ernährung & Agrarpolitik, Flucht & Migration sowie der Themenblock Nah & Fern.

Lg Sunnivah_

Mittwoch, 8. Juni 2011

Sechs Mal mehr Plastik als Plankton in den Weltmeeren

Experten diskutierten in Wien über Plastik fressende Fische, den "Tod normalen Denkens" und fehlenden politischen Mut in Österreich

Die Menge des Kunststoffs, der in den vergangenen 100 Jahren produziert wurde, würde reichen, um den gesamten Erdball sechsmal einzupacken. Ein Umdenken hat kaum stattgefunden: Immer noch werden zum Beispiel jedes Jahr 144 Milliarden PET-Flaschen produziert. Dabei hat die einmalig verwendete Plastik- längst die Glas- oder Mehrweg-PET-Flasche vom Markt verdrängt. Auch in Österreich gelangen jährlich rund 37.000 Tonnen Plastikflaschen in den Handel. Der Mehrweganteil sank dabei von 1994 bis 2009 von 96 auf 18,1 Prozent. 500 TeilnehmerInnen zwischen 18 und 65 Jahren wurden nun vom Institut marketagent.com zu ihrem Getränkekonsum sowie Umweltbewusstsein in Bezug auf die Plastikflaschen-Problematik befragt (Auftraggeber der Studie war die Firma Sodastream).

Das fehlende Umweltbewusstsein

Laut Umfrage fallen bei mehr als einem Fünftel der österreichischen Haushalte pro Woche 11 bis 20 oder sogar mehr leere Plastik-Getränkeflaschen an. Bei weiteren 30 Prozent sind es sechs bis zehn Flaschen. Nur in fünf Prozent der Haushalte fallen gar keine Plastik-/PET-Flaschen an. Dabei sind sich laut Umfrage die ÖsterreicherInnen der Umweltbelastung bewusst: 77 Prozent gaben als größten Nachteil der PET-Flasche die Verursachung von viel Müll an. Auch der hohe Ressourcenverbrauch bei der Plastikflaschenherstellung (47 Prozent) sowie die Belastung der CO2-Bilanz (44 Prozent) wurden von vielen Befragten genannt. Mit jeweils 22 Prozent bemängelt fast ein Viertel die umständliche Entsorgung.

Auf die Frage, was die Vorteile seien, gab es vier Spitzenreiter: Leichtes Gewicht mit 69 Prozent, Praktikabilität vor allem für unterwegs mit 62 Prozent, die Möglichkeit die Flasche wieder zu verschließen mit 56 Prozent sowie die Nicht-Zerbrechlichkeit mit 54 Prozent. Über die Umweltprobleme sowie den hohen Ressourcenverbrauch für Produktion und Recycling wussten die meisten der Befragten jedoch nicht Bescheid. So war beispielsweise für mehr als zwei Drittel der Studienteilnehmer (68 Prozent) neu, dass drei Liter Wasser benötigt werden, um einen Liter Wasser in eine PET-Flasche abzufüllen.

Die Nachteile

141 Milliarde Plastikflaschen und Aluminiumdosen werden weltweit jährlich nicht recycled und trotz steigender Recycling-Zahlen in Europa werden auch dort nur 48,4 Prozent der PET-Flaschen eingesammelt. Peter Molnar, Geschäftsführer von Klimabündnis Österreich, berichtet von den Auswirkungen: "80 Prozent des Kunststoffmülls gelangen über Flüsse oder gleich direkt in die Ozeane. Laut einer Studie des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) treiben bis zu 46.000 Plastikteile in jedem Quadratkilometer der Weltozeane." In den Weltmeeren ist heute sechs Mal mehr Plastikmüll zu finden als Plankton.

"Zwischen Hawaii und dem amerikanischen Festland treibt eine Plastikinsel so groß wie Mitteleuropa, die drei Millionen Tonnen wiegt", informiert Christian Pladerer, Vorstandsmitglied des Österreichischen Ökologie Instituts. Fische und andere Meerestiere halten die Teilchen mit einem Durchschnittsgewicht von 1,8 Milligramm für Plankton und fressen sie. Die Folge: Das Plastik verstopft die Mägen der Tiere. So ist es nicht mehr weit, bis der Plastikmüll schlussendlich auf die Teller gelangt.

Die Produktion

Doch es bleibt nicht nur bei der Verschmutzung durch achtlos weggeworfene Flaschen, dem Materialverbrauch oder der Müllverbrennung. Jährlich werden 178 Millionen Liter Erdöl benötigt um die 144 Milliarden Plastikflaschen zu erzeugen. Im Detail enthält eine PET-Flasche rund 25 Gramm Erdöl, wobei dieses der teuerste Bestandteil ist. Eine Mehrweg-PET-Flasche kann immerhin bis zu 20 Mal wiederverwendet werden. Noch besser ist jedoch die Glasflasche: Sie schafft bis zu 40 Zyklen.

Die Alternativen

"Das ist der Tod für die Abfallwirtschaft und für normales Denken", sagt Universitätsprofessor Gerhard Vogel vom Institut für Technologie und nachhaltiges Produktmanagement an der Wirtschaftsuniversität Wien. Die beste Lösung für im Supermarkt gekaufte Getränke seien die PET-Mehrweggebinde, da Glas viel mehr Energie bei der Herstellung benötigt, so der Experte. Doch die mehrfach verwendbaren Plastikflaschen sind nicht mehr erhältlich. Die Vöslauer-1-Literflasche, auf der "Pfandflasche" steht, sei nur eine Zweiwegflasche, wird also nicht mehrere Male in den Handel gebracht und auch nur zum Teil recycelt.

Trinkwasser ist immer verfügbar und qualitativ hochwertig. Außerdem fließt es kostengünstig und bequem ins Haus. Dennoch schleppt der/die durchschnittliche ÖsterreicherIn bereitwillig pro Jahr viele Kilo Wasser nach Hause. Die Befragten gaben an, dass sie aus Mangel an Alternativen nicht auf Getränke verzichten wollen, die es nur in PET-Flaschen gibt. Viele Leute trinken zum Beispiel kein Leitungswasser, weil ihnen die Kohlensäure fehlt. Ein Trinkwassersprudler stelle hier zum Beispiel eine Alternative dar, sagt Vogel. Aus einem Gaszylinder, der wiederbefüllt werden kann, presst das Gerät Kohlensäure ins Wasser.

Die Forderungen

Molnar von Klimabündnis Wien kritisiert: "Obwohl die Prioritäten eigentlich klar sind, werden sie völlig ungenügend in der österreichischen Politik umgesetzt. Seit Jahren sind Einweggetränkeverpackungen auf dem Vormarsch und obwohl sich die Bundesländer seit Jahren für wirksame Maßnahmen dagegen aussprechen, gibt es keine Maßnahmen auf Bundesebene." Auch das Österreichische Ökologie-Institut fordert den Erlass einer rechtlich verbindlichen Regelung und legistische Maßnahmen mit Sanktionsmöglichkeiten zur Stärkung von Mehrweggetränkeverpackungssystemen im österreichischen Lebensmittel- einzelhandel.

Universitätsprofessor Gerhard Vogel, Vorstand des Instituts für Technologie und nachhaltiges Produktmanagement der Wirtschaftsuniversität Wien, kritisiert bei der Gelegenheit den mangelnden umweltpolitischen Mut in Österreich. Sein Vorschlag lautet: "Da der österreichische Lebensmittelhandel durch seine Konzentration den größten Einfluss auf das Marktangebot hat, ist nach meiner Meinung hier der Hebel anzusetzen. Wir brauchen ein gesetzlich verankertes Instrument, das im Bereich des Handels für die Konsumenten österreichweit ein Mehrweganteilanteil von zumindest 30 Prozent sichergestellt wird." Dazu sei, so Vogel, beispielsweise ein "Öko-Pfand-Modell" geeignet, das den Handel in die Pflicht nimmt.

(Julia Schilly, derStandard.at, 7. Juni 2011)

Donnerstag, 2. Juni 2011

Weltwirtschaftsforum in Wien

Von 7. bis 9. Juni findet in Wien das Weltwirtschaftsforum, kurz WEF (World Economic Forum) statt. Nach dem 41. Jahrestreffen im Jänner in Davos, kommen nun VertreterInnen internationaler Großonzerne, Banken und PolitikerInnen aus führenden Industrieländern in der Wiener Hofburg zusammen, um über das Thema Europa & Zentralasien zu diskutieren.

Ähnlich wie der G8-Gipfel oder die WTO ist das WEF ein "Symbol des Kapitalismus". Die Konferenz soll die Welt verbessern. Doch die TeilnehmerInnen bleiben lieber unter sich. Und der offene Dialog ist nicht selbstverständlich; also doch eher ein West- als ein Weltwirtschaftsforum.

Von diesem Treffen verspricht sich Österreichs Vizekanzler und Initiator Michael Spindelegger die Stärkung Österreichs als Drehscheibe zwischen Ost und West, oder anders ausgedrückt: fette Profite. (siehe indymedia.org)

(Foto: indymedia.org)

Ende der 1990er Jahre gerieten das Forum, der G8-Gipfel, die Weltbank, die WTO und der IWF unter die massive Kritik von GlobalisierungskritikerInnen: Kapitalismus und Globalisierung verstärken die Armut und zerstören die Umwelt. Auch fehlende Unabhängigkeit von Interessen der stärksten Wirtschaftsvertreter der Welt, die ja das Rückgrat von WEF bilden, wird kritisiert. (Quelle: www.woz.ch)

GlobalisierungskritikerInnen organisieren seit 2001 parallel zum Weltwirtschaftsforum den Gegengipfel des Weltsozialforums (WSF).

Wie jedes Jahr gibt es auch heuer wieder Demonstrationen, wobei die Demo am Yppenplatz schon VERBOTEN wurde.

7. Juni 2011 – 15 Uhr – Yppenplatz (16. Bezirk) und
7. Juni 2011 – 19 Uhr – Volkstheater

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Zum G8-Gipfel 2001 in Genua

Die Dokumentation "Gipfelstürmer - Die blutigen Tage von Genua" von Michael Busse und Maria-Rosa Bobbi vom 24. Juli 2002 belegt mit zuvor unveröffentlichten Bilddokumenten die Menschenrechtsverletzungen seitens der in Genua eingesetzten Sicherheitskräfte.



"Die Regierung Berlusconi, damals seit wenigen Wochen im Amt, hatte 20.000 Polizisten zusammengezogen. Und diese prügelten und verhafteten in einer Willkür, die die parlamentarische Opposition in Rom an chilenische Zustände erinnerte. Hunderte zum Teil Schwerverletzte wurden mit gebrochenen Rippen, Beinen und Armen in Krankenhäuser eingeliefert. Gleichzeitig - so erzählen Zeugen - hätten Polizisten mit faschistischen Liedern und mit Hymnen auf Mussolini ihre "Siege" gefeiert." (Heribert Blondiau - WDR)

Am 27. März 2011 entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) rechtskräftig, dass die tödlichen Schüsse des Carabinieri auf Carlo Giuliani nicht menschenrechtswidrig waren. Die Straßburger Richter verneinten einen Verstoß gegen das Recht auf Leben. Das Urteil der Großen Kammer erging mit 13 zu vier Stimmen. Der Polizeibeamte habe sein Leben und das seiner Kollegen angesichts der bewaffneten Angriffe der Demonstranten für gefährdet gehalten. Dabei sei unerheblich, ob die Kugel tatsächlich von einem Stein abgelenkt wurde, wie Forensik-Experten meinten, oder die Waffe direkt auf Guilianis Kopf gerichtet worden sei... (Wikipedia)

Sunnivah_