Dienstag, 3. Mai 2011

Osama vs. Obama

Osama bin Laden ist tot - diese Nachricht hat wohl schon die ganze Welt erreicht. Viele Länder begrüßen sein Ermodung und sind erleichtert. Aber wer hinterfragt eigentlich die Tatsache, dass selbst die USA nicht das Recht hat, einen Feind vorsätzlich zu ermorden? Auch wenn wir es wohl nie erfahren werden, ob Osama bin Laden vorsätzlich oder unabsichtlich in einem Tumult erschossen wurde...
...zumindest liest man überall nur noch von der "Kill-Mission"

Auch der Blog "Unser Blog über die wichtigen Dinge im Leben!" beschäftigt sich mit dieser Frage: Das Töten eines Feindes - Welches Gesetz deckt die Erschießung Bin Ladens?

Hier einige Medien, die sich dieser Thematik angenommen haben:

- Durften die? (stern.de)
- Freude über Bin Ladens Tod ist ethisch gerechtfertigt (SR/DRS)
- Gerechtigkeit und Selbstgerechtigkeit (derStandard.at):

Faktum bleibt aber, dass in den ersten sensationslüsternen Meldungen und bemühten Kommentaren die Tötung eines Menschen von einem Friedensnobelpreisträger als außenpolitischer Erfolg der USA gefeiert wird und die Empörung darüber weitgehend ausbleibt. "Osama Bin Laden ist verhaftet und wird sich in weiterer Folge vor einem unabhängigen Gericht für seine Verbrechen verantworten müssen" mag sich nicht so sensationell anhören wie "Bin Laden ist tot". (Mascha Dabić, Olivera Stajić, 03. Mai 2011)

- "Wer hätte gegen Bin Laden einen Prozess führen sollen?" (derStandard.at)
- Theologen kritisieren Jubel über Tod bin Ladens (24pr)

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Eine lustige Geschichte im Zusammenhang mit dem Tod OSamas ist die Verwechslung vieler Medien mit OBama - ein Buchstabe macht den Unterschied:

siehe Kobuk: Obama und Osama - Zwei Männer und ein Buchstabe
Auch auf das aufgetauchte Foto des Ermordeten fielen viele Medien herein: Fake-Foto

Der US-Präsident ist natürlich nicht tot...
Sunnivah_

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