Freitag, 8. April 2011

Tödliche Jeans

Um Jeans einen modisch abgenutzten Look zu verleihen, wenden Bekleidungsunternehmen noch immer die so genannte Sandstrahltechnik an und riskieren damit die Gesundheit der ArbeiterInnen.

Um wirkungsvoll gegen die tödliche Sandstrahltechnik und ihre Folgen vorzugehen, fordert die Clean Clothes Kampagne die Bekleidungsfirmen zu drei Schritten auf:

  1. Schritt: die Sandstrahltechnik mit sofortiger Wirkung in der gesamten Lieferkette zu verbieten und dieses Verbot öffentlich bekannt zu geben;
  2. Schritt: das Verbot der Sandstrahltechnik durch geeignete Überprüfungs- und Verifizierungsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit örtlich ansässigen Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen (NROs) umzusetzen und einzuhalten;
  3. Schritt: Verantwortung für die betroffenen ArbeiterInnen zu übernehmen, wozu medizinische Versorgung und finanzielle Entschädigung zählt.
(Clean Clothes)



"Bei Bergleuten tritt diese Krankheit nach etwa 10 bis 20 Arbeitsjahren auf. In der Jeansindustrie beschäftigte ArbeiterInnen erkranken bereits nach 3 Monaten", erzählt Abdulhalim Demir vom Türkischen Solidaritätskomitee für SandstrahlerInnen in dem Kurzfilm von Clean Clothes.

Hier eine Übersicht, ob und in welcher Form Jeansmarken, Modefirmen und Luxuslabels die Sandstrahltechnik bei der Herstellung ihrer Jeansprodukte anwenden.

Urgend Action von Clean Clothes an New Yorker, Orsay und italienische Luxusmarken.

Also, am besten vor dem nächsten Jeanskauf gut informieren und die Augen offen halten, wie die Modefirmen reagieren. Ich möchte keine Jeans tragen, an deren Produktion jemand gestorben ist oder bald sterben wird.
Sunnivah_

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