Sonntag, 10. April 2011

Naturschutz am Mount Everest

In der taz erschien kürzlich ein Artikel über Sherpas im Himalaya, die jetzt eine erwähnenswerte Aktion starten:

Die gefährlichste Müllabfuhr der Welt
40 Jahre lang wurde der Mount Everest zugemüllt. Jetzt organisieren Sherpas für einige Tage die gefährlichste Müllabfuhr der Welt. Wenn sich jetzt wieder die Extrembergsteiger am Fuß des Berges stauen, gesellen sich 20 bis 30 Sherpas dazu. Einige davon gehen mit nach oben in die Todeszone – nur zum Saubermachen.

Foto: Eco Himal

Wo der Müll herumliegt, das wissen die Sherpas genau. Jahr für Jahr begleiten sie Gipfelfetischisten bis auf die Spitze des Everest. Seit den 1970er Jahren kommen immer mehr Gäste aus dem Ausland, heute mehr als 30.000 pro Jahr. Das Projekt klingt anspruchsvoll. Doch das wirkliche Müllproblem der Region betrifft nicht nur den Everest. Überall an den Wanderwegen sind über die Jahre hässliche Haufen entstanden: 210 Tonnen Plastik, 30 Tonnen Metall, eine Tonne Glasflaschen, 2.100 Sauerstoffflaschen und 3.500 Batterien, so die Bilanz von Eco Himal.


Zehn Tonnen Müll auf dem Mount Everest
Reinhold Messner zum Thema:
Mount Everest als Konsumgut/Der Mount Everest als Selbstbetrug

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Auch auf ARTE lief gerade anlässlich der französischen Nachhaltigkeitswoche vom 1. bis 7. April einen Schwerpunktreihe zum Thema Umwelt- und Naturschutz:

Das Geschäft mit dem Artenschutz
Mit der Sonne um die Welt
Die Letzten ihrer Art
Städte der Extreme
Dazu gab es auch eine 5-teilige Portrait-Reihe "Was tun? Für eine wirklich nachhaltige Zukunft der Menschheit." Zu Wort kommen anerkannte, unabhängige, klarsichtige Spezialisten, die Besten der jeweiligen Themenkreise: Natur- und Sozialwissenschaftler, Ökonomen und Ökologen, Philosophen und Aktivisten:

Ernst Ulrich von Weizsäcker
Jakob von Uexküll
Vandana Shiva
Dennis L. Meadows
Klaus Wiegand

Auf jeden Fall sehenswert und vielleicht auch bald auf YouTube dauerhaft zum Nachsehen zu finden. Sunnivah_

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