Sonntag, 21. November 2010

Asyl in Not

Achtung Grenze! Menschenrecht auf Asyl
(Zusammenfassung der Amnesty International Tagung in der Steiermark, 5.-7.11.2010)
TEIL 2

"Die Organisation Unite führt seit 1993 eine Liste mit amtlich dokumentierten Todesfällen von Flüchtlingen und Migranten, die beim Versuch gestorben sind, nach Europa einzuwandern. Bis April 2005 umfasste die Liste 6.466 Todesfälle, davon über 90 Prozent auf See. Geht man - wie etwa das Rote Kreuz - davon aus, dass jede dritte Leiche gefunden wird, hieße das: In den letzten 10 Jahren sind etwa 20.000 Menschen beim Versuch gestorben, Europa zu erreichen..."

(Auszug aus dem Buch "Gestürmte Festung Europa" - Das Schwarzbuch, von Corinna Milborn, Seite 39)

Bericht "Frontex und die toten Flüchtlinge"


(Quelle: tagesspiegel.de - Buch :Mamadous Fahr in den Tod von Gabriele del Grande)

Wer es nach Europa schafft, hat es keineswegs geschafft. Die Dublin II Verordnung, die wenig akzeptierten Asylgründe, die fehlende Aufklärung über die Rechtslage, unkompetente oder gar keine DolmetscherInnen, jahrelange Wartezeiten und die menschliche Kälte der Entscheidungsträger, Richter, Rechtshilfen und letzendlich der Europäer in den Aufnahmeländern machen es fast unmöglich einen postiven Asylbescheid zu bekommen. Die Flüchtlinge werden in die Illegalität getrieben.

Durch Medien werden die AsylwerberInnen kriminalisiert und abgelehnt, nationale Gesetzte werden immer mehr Verschärft (Anwesenheitspflicht) und Abschiebepraxen vertuscht. Es ist kaum vorstellbar welche Gräueltaten mit Wissen und unter Duldung der Regierenden passieren. Und warum das alles? Europa beutet ander Länder aus, will die Konsequenzen aber nicht tragen - die eigene Schuld wird ausgeblendet, aus Geldgier, Egoismus und Machtgründen. Wie kann so etwas sein? Wo bleiben menschliche Werte und die Nächstenliebe? Es ist mir schleierhaft, wie man mit diesem Gewissen leben kann, denn Geld und Macht sind unbedeutend und unwichtig, wenn es um Menschenrechte geht!

Sunnivah_

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