Freitag, 15. Oktober 2010

¡Ya basta!

„Wir müssen die Welt nicht erobern.
Es reicht, sie neu zu schaffen. Heute. Durch uns!“

Subcomandante Marcos: Ejército Zapatista de Liberación Nacional


Am 1. Jänner 1994 gab es in Chiapas, ein Bundesstaat in Mexiko, einen bewaffneten Aufstand. Die Ejército Zapatista de Liberación Nacion (EZLN) kämpfte zwei Wochen lang gegen die Regierung und gegen das Inkrafttreten des nordamerikanischen Freinhandelsabkommen NAFTA. Mit dem Ausruf ¡Ya basta! wurden fünf Bezirkshauptstädte von maskierten KämpferInnen besetzt. Der Aufstand wurde niedergeschlagen und eine landesweite Revolution verhindert.

Seither setzt sich die überwiegend aus Indigenas bestehende Guerillaorganisation mit friedlichen Mitteln gegen Ausbeutung, Rassismus, Unterdrückung der Frauen und Naturzerstörung ein. Die Zapatistas (benannt nach Emiliano Zapata) besetzten Ländereien von Großgrundbesitzern und bauen dort eigene Strukturen in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Verwaltung und Wirtschaft auf. Ziel ist eine basisdemokratsiche Gesellschaftsordnung. Die mexikanische Regierung reagiert darauf bis heute mit Repression und Sabotage.

1996 und 1997 organisierten die Zapatistas ein internationales Treffen gegen Neoliberalismus und für Menschlichkeit. Seit 2003 gibt es sogenannte "Caracoles", fünf Verwaltunszentren, in denen es die "Juntas der Guten Regierung" gibt. Diese verstehen sich als rotierende, basisdemokratische Regierung, die für alle Belange der jeweiligen Region verantwortlich ist.

(Quelle: Hajor_Wikimedia Commons)

„Sie befinden sich auf zapatistischem Gebiet.
Hier regiert die Bevölkerung und die Regierung gehorcht.“


Der Dokumentarfilm "Aufstand in Würde" zeigt einige zapatistische Gemeinden, in denen das Filmteam unterwegs war. Einen kurzen Filmausschnitt gibt es hier.

„Democracia, Libertad y Justicia!“
"Viva Zapata!"
"Tierra y Libertad!"
"Hasta la victoria siempre!"

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Ein Buchtipp zu diesem Thema: Kingsnorth, Paul: Global. Attack. Der neue Widerstand gegen die Diktatur der Konzerne.

Sunnivah_

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