Montag, 26. Juli 2010

Palmöl

Ich möchte gerne auf einen Artikel des Standards über die Palmölproduktion in Kolumbien eingehen:

In der heutigen Ausgabe des Standards (S. 10) wird über Kolumbien geschrieben, den größten Palmölproduzenten in Lateinamerika. Regenwaldrodungen und Monokulturen sind die Folge der weltweiten Nachfrage nach Palmöl, welches sowohl in der Lebensmittelbranche, Kosmetikindustrie und für Biodiesel verwendet wird. Auch Kosmetikprodukte von Body Shop (schon seit langer Zeit von L'Oréal aufgekauft), sowie die Bioprodukte von Alnatura und Rapunzel werden kritisiert. Diese verwenden Palmöl des Zulieferers Daabon Organic, welcher Bio-Palmöl herstellt, jedoch ebenfalls für die gewaltsame Vertreibung von Kleinbauernfamilien, extremen Wasserverbrauch für die Plantagen, illegale Rodungen und die Ausweitung von Monokulture verantwortlich gemacht wird.

Was helfen da die Biosiegel und warum verstecken sich die Konzerne hinter diesen Siegeln und heucheln uns KonsumentInnen vor bei ihnen besser und bio zu kaufen, anstatt gemeinsam mit den KonsumentInnen für Fairness zu kämpfen? Brauchen wir überhaupt Palmöl in unseren Produkten oder gibt es eine Alternative?


Youtube Viedo über Daabon und Alnatura


Auf www.klimaretter.info und www.regenwald.org kann noch mehr darüber nachgelesen werden.

Was können wir als KonsumentIn dagegen tun?
  • Eine E-Mail an die Biohersteller schicken und sie dazu aufgefordern, auf Palmöl zu verzichten und Rohstoffe aus regionaler Produktion zu verwenden
  • Direkt im Geschäft nachfragen
  • Informationen sammeln und andere informieren
  • An Protestaktionen teilnehmen
  • Palmölprodukte vermeiden (was sich als schwierig herausstellen wird)
    - -> auf www.regenwald.org kann eine PDF-Liste mit Biopalmölprodukten heruntergeladen werden


weitere Videos und Texte über Palmöl:

Nestlé1
Nestlé2
Text Nestlé
Wohnst du noch oder brennst du schon?

Alles Gute und viel Erfolg im Kampf gegen Palmöl,
Sunnivah_

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen